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Aktive Kernbereiche in Hessen


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2008 startete das Hessische Wirtschaftsministerium das neue Städtebauförderprogramm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ als Ausgestaltung des Bund-Länder-Programms Aktive Stadt- und Ortsteilzentren. Inzwischen wird das Förderprogramm vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz betreut.

Ziel des Programms ist es, zentrale Versorgungsbereiche, die von Funktionsverlusten insbesondere durch gewerblichen Leerstand bedroht oder betroffen sind, als Standorte für Wirtschaft und Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben zu erhalten und zu entwickeln. Hierbei verfolgt das Programm einen integrierten Ansatz: Zentrale Funktionen von Wirtschaft und Handel, Wohnen und Kultur sollen nicht isoliert voneinander, sondern in ihrem Zusammenwirken entwickelt werden.

Im Auftrag des Hessischen Umweltministeriums begleiten wir das Programm mit dem „Zentrum Aktive Kernbereiche" und beraten Städte und Gemeinden im Förderprogramm, stellen den Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer sicher, tragen zur Weiterentwicklung des Praxiswissens bei und führen Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit durch.



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Hessischer Preis für Innovation und Gemeinsinn im Wohnungsbau - Bewerbungsfrist bis zum 6. Juli



© vege/Stock.Adobe.com Bild: © vege/Stock.Adobe.com

Gemeinsam mit der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Hessen und der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen lobt das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstmals einen Preis für neue Wohnformen aus: Mit dem "Hessischen Preis für Innovation und Gemeinsinn im Wohnungsbau – Mut zum Experiment" sollen realisierte Projekte oder Konzepte in der Entwurfsphase ausgezeichnet werden, bei denen Nachbarschaft und das Miteinander der Bewohner im Vordergrund stehen.

"Der Wohnungsbau muss den gesellschaftlichen Veränderungen mit neuen Ideen zum Zusammenleben Rechnung tragen. Dies fordert neuartige Lösungen für die Architektur von Gebäuden sowie für Grundrisse und Freiräume. Hierfür suchen wir gute Beispiele", so die für Stadtentwicklung und Wohnungsbau zuständige Ministerin Priska Hinz. Ziel des Preises ist es, Projekte und Konzepte auszuzeichnen, die neue Wege gehen. Diese Projekte sollen veröffentlicht werden, um die Bandbreite des Wohnens, der Bauformen und der Bauweisen bekannter zu machen und weiteren innovativen Projekten den Weg zu ebnen. "Der Preis macht Mut zum Experiment. Wohnungsbau soll neuen Lebensentwürfen, Wohnformen und dem Bedürfnis nach Gemeinschaft gerecht werden. Dies gelingt vielfach in gemeinschaftlichen Wohnprojekten und Wohnformen, bei denen Nachbarschaft und das Miteinander eine herausgehobene Rolle spielen", erläuterte die Ministerin weiter.

Gemeinschaftliches Wohnen eröffnet viele Möglichkeiten bezahlbaren, angemessenen und angenehmen Wohnens. Deshalb unterstützt das Land solche Wohninitiativen: Zum Beispiel wird der Kauf von Genossenschaftsanteilen förderfähig und eine landesweite Beratung hilft solchen Vorhaben. Um zu neuen Wohnformen zu finden, sind mitunter auch andere Verfahrensweisen wie beispielsweise beim Grunderwerb und bei der Projektentwicklung notwendig. Außerdem organisieren sich Bauherren solcher innovativen Projekte in Rechtsformen, die von gewohnten Mieter- und Eigentümerstrukturen abweichen. Nicht zuletzt kommen durch diese Konstellationen ungewöhnliche und wegweisende Lösungen in Städtebau, Architektur, Freiraumgestaltung und sozialem Miteinander zustande. Hierbei unterstützt der Preis und gibt Anstoß in diese Richtung weiterzudenken.

Zur Teilnahme aufgefordert sind Planer im Einvernehmen mit ihren Bauherren bzw. Projektinitiativen oder auch Kommunen. Die Projekte sind entweder bereits realisiert und ab 2012 fertiggestellt oder noch in der Konzeptphase. Die Konzepte sollten jedoch die Reife einer konkreten Entwurfsplanung inklusive Kostenschätzung haben. Für beide gilt: Sie müssen sich auf eine Liegenschaft in Hessen beziehen.

Über das Preisgeld in einer Gesamthöhe von 40.000 Euro entscheidet eine Jury aus Architekten, Fachleuten für gemeinschaftliche Wohnprojekte, Vertretern der beteiligten Ministerien, der Architekten- und Stadtplanerkammer sowie der Liga der freien Wohlfahrtspflege. Das Verfahren läuft in zwei Stufen ab: In der ersten Stufe bewirbt man sich mit einer Projektskizze, die Abgabefrist endet am 6. Juli 2018. Die Jury entscheidet dann, welche Projekte die zweite Stufe erreichen und eine Chance auf das Preisgeld haben. Nach einer öffentlichen Preisverleihung im Herbst 2018 werden die Projekte ausgestellt. Außerdem werden die Beiträge in einer Broschüre dokumentiert.

Der Preis ist ein weiter Baustein im Rahmen des Masterplans Wohnen, in dem das Land Hessen alle Maßnahmen für den Wohnungsbau bündelt.
Informationen, Download der Auslobung und Link zum Online-Projektbogen unter https://wohnungsbau.hessen.de/innovation-und-gemeinsinn-im-wohnungsbau