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Kommunal- und Regionalentwicklung


  • Schlitz - nachhaltige Stadtentwicklung zur Stärkung des ländlichen RaumsSchlitz - nachhaltige Stadtentwicklung zur Stärkung des ländlichen Raums
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Wirtschaftliche, demografische und gesellschaftliche Veränderungen führen zu einem verstärkten Wettbewerb der Regionen und Kommunen um Unternehmen und Arbeitskräfte. Globale Trends wirken sich auch auf die Kommunalentwicklung aus, auf die entsprechenden wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen im Wettbewerb der Städte miteinander und der Stadtregionen. Nur im ausgewogenen Zusammenspiel von Akteuren, Aufgaben, Qualitäten und Angeboten können die hessischen Regionen und Kommunen ihre Kompetenzen für die Zukunft weiterentwickeln.


Regionale und kommunale Entwicklungskonzepte

Kommunen und Regionen müssen vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen und demografischen Strukturwandels regional angepasste Strategien entwickeln, damit Wirtschaftsstandorte im Wettbewerb um Unternehmen, Investitionen und Fachkräfte erfolgreich sind. Bestandteile einer solchen Entwicklungsstrategie können Innovation, Branchencluster, Unternehmensnetzwerke, Qualifizierung, Existenzgründungs- und Mittelstandsförderung, Regionalimage und Regionalmarketing sowie Kooperation mit Nachbarregionen sein. Das Gewicht der einzelnen Elemente muss sich aus spezifischen Stärken und Qualitäten der Region ergeben.

 

Konzepte zur Potenzial- und Standortentwicklung Wohnen und Gewerbe

Chancen für die Entwicklung von neuen gemischten  Stadtquartieren, Wohnbauflächen und Gewerbegebieten bietet vielfach die Flächenkonversion. Für den aktuell sehr hohen Wohnbedarf sind beispielsweise in Südhessen kaum größere stadtnahe Areale vorhanden. In Innenstadtlagen trägt ihre Wiedernutzung dazu bei, den Flächenverbrauch auf der "grünen Wiese" zu reduzieren. Werden die Areale neu bebaut, können nachhaltige Energiekonzepte, Maßnahmen zum Klimaschutz u. Ä. realisiert werden. Um zügig Wohnraum zu schaffen - insbesondere in der Rhein-Main-Region - werden zunehmend aber auch neue Quartiere am Siedlungsrand entwickelt. Auch hier sind nachhaltige Konzepte gefragt, die Städtebau, Mobilität, Energie, Klimaschutz u. v. m. integriert betrachten.

 

Entwicklung des ländlichen Raums

Der ländliche Raum ist durch Bevölkerungsrückgang und Überalterung gekennzeichnet. Die Sicherung der Infrastruktur stellt sich im ländlichen Raum als eine der notwendigsten Aufgaben heraus. Hierzu sind erweiterte und ergänzende Strategien für die Bereiche Dorfentwicklung, Mobilität und Anpassung der Infrastruktur (Dienstleistung, Gemeinwesenbedarf, Ver- und Entsorgung, Einzelhandel) zu entwickeln. Im Auftrag des Landes beraten und begleiten wir Kommunen und erarbeiten hierzu Studien und Handlungsempfehlungen.

Im Rahmen der Servicestelle Vitale Orte 2030 bündeln wir Informationen zu Projekten, die die Folgen des demografischen Wandels auf dem Land gestalten, und unterstützen den persönlichen Erfahrungsaustausch. Wir veranstalten „Praxisforen“, in denen die Projekte vorgestellt und von den Erfahrungen vor Ort berichtet wird. www.vitale-orte.hessen-nachhaltig.de

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Nahversorgung im Quartier – Potenziale für Wohnraum nutzen



Foto: © HA Hessen Agentur GmbH Bild: Foto: © HA Hessen Agentur GmbH

Zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums mangelt es häufig an geeigneten Flächen. So rückt die Innenentwicklung und damit auch die Aktivierung untergenutzter Flächen in den Fokus. Die Handreichung „"Nahversorgung im Quartier – Potenziale für Wohnraum nutzen" geht auf eine Anregung des hessischen Supermarktgipfels Ende 2019 zurück.

Flächenpotenziale von Nahversorgern, z. B. eingeschossige Lebensmittel-, Drogerie- und Getränkemärkte mit großen Parkplätzen, finden sich in Innenbereichen von kleineren wie auch von großen Städten. Sie garantieren zwar die wohnungsnahe Versorgung der Bevölkerung in Stadtkernen und in umliegenden Quartieren, nutzen aber die wertvolle Reserve "Grund und Boden" nur unzureichend aus.

Der ohnehin knappe Raum in Innenstädten könnte durch eine verdichtete Entwicklung dieser Liegenschaften, z. B. durch Wohnen auf Supermärkten effizienter genutzt werden; das Quartier, die Bewohnerschaft wie auch der Handel könnten profitieren. Gefragt sind Konzepte, die in den Obergeschossen vor allem Raum für neue Wohnungen vorsehen und im Erdgeschoss ausreichend Platz für Märkte bieten. Auch übergroße Parkplatzflächen können in diese Konzepte einbezogen und versiegelte Flächen ggf. reduziert werden. Nutzungsmischungen mit sozialen Einrichtungen wie Kindertagesstätten oder mit Praxen und Gewerbe sind ebenso denkbar.

Obwohl die Aktivierung vor allem von innerstädtischen Einzelhandelsstandorten quantitativ nur in geringem Umfang zur Entschärfung des Wohnungsmangels beitragen wird, kann im Bestand durch derartige Kombi-Lösungen die Nutzungsdichte der jeweiligen Liegenschaft erhöht werden. Bei intelligenter Planung entsteht ein Mehrwert für das gesamte Quartier. Zu den Vorteilen auf Seiten der Händler und Projektentwickler zählen höhere Mietumsätze bzw. Verkaufserlöse für Immobilien, die Adressbildung durch ein attraktives Gebäude u. v. m.

Die Rahmenbedingungen sind jedoch an jedem Standort unterschiedlich, z. B. im Hinblick auf das Alter der Gebäude, deren Lebenszyklus, die baurechtliche Situation etc. Zahlreiche wirtschaftliche, planerische, rechtliche und organisatorische Fragen sind vorab zu klären. Sie werden in der nun veröffentlichten Handreichung übersichtlich dargestellt. Aktuelle Beispiele, u. a. in Frankfurt und Darm­stadt, machen deutlich, dass Handel und Immobilienwirtschaft inzwischen durchaus Interesse daran haben, auf bestehenden Liegenschaften des Lebensmitteleinzelhandels, aber auch bei der Planung neuer Wohnquartiere an den Siedlungsrändern, andere, städtebaulich qualitätvollere Lösungen mit funktionaler Mischung zu realisieren.

Die Handreichung wurde von der bei der Hessen Agentur angesiedelten "Servicestelle Wohnungsbau in Hessen" erstellt. Die "Servicestelle Wohnungsbau in Hessen" leistet im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums als Lotse die Kontaktvermittlung im Themenfeld Wohnungsbau und stellt den Transfer von Informationen über gute Beispiele, Programme und Studien sicher. Die Servicestelle ist vor allem Ansprechpartnerin für Städte und Gemeinden, Wohnungsbaugesellschaften, Bau- und Projektträger, Architektinnen und Architekten und andere professionelle Akteure im Wohnungsmarkt.

Die Handreichung als Download

 

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Kontakt:

Servicestelle Wohnungsbau in Hessen

Tel.: +49 611 95017-8181

Mail: service@wohnungsbau.hessen.de




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Abteilungsleiterin Wirtschaftsforschung und Landesentwicklung
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