LOEWE fördert Fuldaer Forschungsprojekt zum Einsatz von elektrischen LKW
Minister Gremmels überreicht Vertrag über 494.000 Euro
Wissenschaftsminister Timon Gremmels: „‚ZuBaTrans‘ zeigt, wie hessische Hochschulen gemeinsam mit Unternehmen an konkreten Lösungen für die Transformation unserer Wirtschaft arbeiten.“

Lastkraftwagen tragen enorm zu den hohen CO2-Emissionen des Verkehrssektors bei. Im Projekt „ZuBaTrans – Zukunftskonzept Batterie und Ladenetz zur Unterstützung der ökologischen Transformationen im Straßengüterverkehr“ entwickeln Forschende der Hochschule Fulda zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft Lösungen, um elektrische Lkw wirtschaftlicher und netzdienlicher einzusetzen.
Wissenschaftsminister Timon Gremmels hat sich heute an der Hochschule Fulda über das Projekt informiert und einen Bescheid überreicht: Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur fördert „ZuBaTrans“ mit rund 494.000 Euro. Das Geld stammt aus der Förderlinie 3 des Forschungsförderprogramms LOEWE. Sie stärkt die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschung.
„Gerade im Verkehrssektor brauchen wir innovative Ansätze, die ökologische Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Tragfähigkeit und technologische Machbarkeit zusammenbringen. ‚ZuBaTrans‘ zeigt, wie hessische Hochschulen gemeinsam mit Unternehmen an konkreten Lösungen für die Transformation unserer Wirtschaft arbeiten“, so Wissenschaftsminister Timon Gremmels. „Mit unserer LOEWE-Förderlinie 3 fördern wir Kooperationen, die wissenschaftliche Exzellenz mit wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz verbinden. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Modernisierung des Verkehrs und stärken Hessen als Innovations- und Forschungsstandort.“
Nachhaltige Lösungen weiter stärken
Weitere Partner des Forschungsprojektes sind die Technische Universität Darmstadt sowie die Folivora Solutions GmbH in Mühltal und Alsuna Holding GmbH in Ober-Ramstadt. Gemeinsam arbeiten sie an einer Software, die das Potenzial bidirektionaler Ladesysteme erschließt. Dabei können die Batterien von Elektro-Lkw nicht nur Energie aufnehmen, sondern auch wieder ins Stromnetz zurückspeisen. Bei schwankender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien könnten die Fahrzeuge so als mobile Speicher dienen und zur Stabilisierung der Netze beitragen. Gleichzeitig entstünde ein wirtschaftlicher Vorteil für LKW-Flottenbetreiber. Der interdisziplinäre Verbund unter Leitung der Hochschule Fulda untersucht, wie sich hierfür reale Fahrprofile, Batterienutzung und Marktbedingungen miteinander verbinden lassen.
„Als Hochschule sehen wir in dem Projekt ZuBaTrans große Chancen, unsere angewandte Forschung und den Transfer im Sinne nachhaltiger Lösungen weiter zu stärken“, sagt Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda. „Solche Projekte zeigen, wie Hochschulen für Angewandte Wissenschaften gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft neue Denkansätze umsetzen und Veränderungsprozesse wirksam begleiten können.“
Konkrete Lösungen für zentrale Zukunftsfragen
Projektleiter Prof. Dr. Boris Zimmermann ergänzt: „Unser Ziel ist es, belastbare Aussagen darüber zu treffen, unter welchen Bedingungen sich bidirektionales Laden für Unternehmen lohnt. Wenn es gelingt, die Kosten von Elektro-Lkw auf das Niveau konventioneller Fahrzeuge zu senken, kann dies ein entscheidender Durchbruch für die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs sein.“
Folke Mühlhölzer, Vorsitzender der Geschäftsführung der HA Hessen Agentur GmbH, betont: „Projekte wie ZuBaTrans zeigen, wie anwendungsnahe Forschung konkrete Lösungen für zentrale Zukunftsfragen wie der Reduzierung von CO2-Emissionen im Güterverkehr liefern kann. Die Verbindung von wissenschaftlicher Expertise und unternehmerischer Praxis stärkt die Innovationskraft Hessens nachhaltig.“
Über LOEWE
LOEWE ist das hessische Programm zur Förderung von Spitzenforschung. Die Abkürzung steht für Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz. Die Förderlinie 3 zielt begleitend zur Unterstützung der Grundlagenforschung durch die LOEWE-Zentren und -Schwerpunkte auf die angewandte Forschung und Entwicklung. Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die zwischen Kleinen und Mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen realisiert werden. Die LOEWE-Förderlinie 3 ist für alle Branchen und Technologien offen. Mehr Infos zu LOEWE gibt es auf loewe.hessen.de
