Hessischer Preis für Innovation und Gemeinsinn geht in die 5. Runde
Bündnis für Wohnen: Ziele, Schwerpunkte und Maßnahmen der hessischen Wohnungspolitik
Die Versorgung mit bezahlbarem und angemessenem Wohnraum stellt eines der wichtigsten Ziele der Hessischen Landesregierung dar. Seit 2014 wurden viele Projekte umgesetzt und wichtige Ziele erreicht.
2026 lautet das Motto des 5. Hessischen Preises für Innovation und Gemeinsinn im Wohnungsbau „Mehr Ideen - Weniger Ressourcen“. Der Wohnungsbau befindet sich in einem stetigen Wandel, der von der Notwendigkeit kontinuierlicher Innovationen geprägt ist. Das einfache Bauen und der sparsame Umgang mit Fläche, Material und Energie gewinnen an Bedeutung. Zugleich eröffnen neue Technologien und Bauverfahren, die Vereinfachung und Senkung von Standards, die Typisierung und das serielle Bauen sowie neue und bisher ungewöhnliche Partnerschaften vielfältige Möglichkeiten, den Wandel aktiv zu gestalten.
Unter dem Motto „Mehr Ideen - weniger Ressourcen“ sollen Projekte und Konzepte aus Hessen ausgezeichnet werden, die in herausragender Weise demonstrieren, wie mit Weniger Mehr entstehen kann: weniger Flächen, weniger Material, weniger Energie – und gleichzeitig mehr Lebensqualität, Nachhaltigkeit, Gemeinsinn durch Innovation. Gesucht werden Ideen und bereits realisierte Vorhaben, die zeigen, wie diese Ansprüche technisch, materiell und sozial umgesetzt werden können.
Bewerbungsunterlagen
Hessischer Preis für Innovation und Gemeinsinn im Wohnungsbau
Der Hessische Preis für Innovation und Gemeinsinn im Wohnungsbau wird seit 2018 alle zwei Jahre vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum – in Kooperation mit wechselnden Partnern aus dem Bündnis für Wohnen.
Mit dem Preis werden Projekte ausgezeichnet, die sich - neben der Bereitstellung eines bezahlbaren, attraktiven und nachfragegerechten Wohnungsangebots - möglichst mehreren Aspekten im Hinblick auf Innovation und Gemeinsinn widmen. Beispielhaft seien die Integration neuer Wohnformen bzw. die Vielfalt der Wohnungstypen, Raum für Kommunikation und Nachbarschaft, Serviceangebote für Hilfsbedürftige, die kreative Aneignung von bestehender Gebäudesubstanz, die Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen, genannt. Auch sollen die Projekte Wert legen auf gute Wohnqualität und Architektur und ein Miteinander der Generationen im Quartier.
Der Hessische Preis für Innovation und Gemeinsinn im Mietwohnungsbau trägt damit dazu bei, die öffentliche Wahrnehmung für qualitätsvollen, sozial ausgewogenen und zukunftsfähigen Wohnraum zu schärfen und erfolgreiche Strategien transparent zu machen. Darüber hinaus wird Akteuren, die diesen Wohnraum in hoher Qualität schaffen, durch den Preis eine höhere Aufmerksamkeit zuteil.
Bündnis für Wohnen
Mit dem Ziel, Strategien für guten und bezahlbaren Wohnungsbau in Hessen zu entwickeln, wurde ein Bündnis für bezahlbares Wohnen, die Allianz für Wohnen in Hessen, ins Leben gerufen. Seit 2024 firmiert der Zusammenschluss unter dem Namen Bündnis für Wohnen in Hessen. Die Allianz beschäftigt sich mit der Entwicklung von Strategien für nachfragegerechten Wohnungsbau in Hessen. Am Bündnis beteiligen sich neben Landesressorts
- die Verbände der Wohnungswirtschaft,
- die kommunalen Spitzenverbände,
- Kammern,
- Mieterbund,
- Studierendenwerke,
- Sozialverbände und weitere Interessenverbände
- sowie die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen.
Die Partnerinnen und Partner des Bündnisses haben gemeinsam einen Prozess zur zukunftsfähigen Weiterentwicklung der Wohnquartiere und Wohnungsbestände in den hessischen Städten und Gemeinden begonnen. Gefragt waren und sind neue Ideen, innovative Herangehensweisen sowie konkrete und praktikable Lösungsmöglichkeiten, um die Wohnqualität der Menschen, die in Hessen leben und leben möchten, zu gewährleisten. Außerdem werden notwendige Rahmensetzungen und Prozesse sowie politische und rechtliche Vorgaben auf ihre technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit hin geprüft. Ziel ist es, weitere Investitionen in den Wohnungsbau und in die nachhaltige Umgestaltung von Wohnquartieren zu ermöglichen.
Innenentwicklung und Bauland aktivieren
Neben dem Ziel möglichst viele neue Wohnungen durch Innenentwicklung zu schaffen, ist auch die Aktivierung von Baulandreserven Voraussetzung für die Bereitstellung von mehr Wohnraum. Das Land Hessen unterstützt die Kommunen auch weiterhin mit Angeboten und Hilfestellungen zur Gewinnung von Bauland und einer koordinierten Planung über kommunale Grenzen hinweg.
Die Akteure des Bündnisses für Wohnen kommen auf regelmäßig stattfindenden Plenarsitzungen und Fachgruppen sowie auf Schwerpunktveranstaltungen zusammen, um gemeinsam zu diskutieren und Vorschläge für Lösungen zu den aktuellen Themen der Wohnungspolitik zu entwickeln.
Im Jahr 2024 wurden zwei Gremien eingerichtet, welche die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau weiter optimieren sollen. Zu dem Zweck eine hohe Qualität im Wohnungsbau mit weniger Ressourcenaufwand zu erreichen, wurde die Kommission „Innovation im Bau“ einberufen. Sie soll übermäßig baukostensteigernde Vorschriften ermitteln und innovative Vorschläge für den Bürokratieabbau erarbeiten. Dadurch sollen auch weitere organisatorische, technische und bauliche Innovationen im Bau ermöglicht werden.
Zudem wird die Arbeitsgruppe „Förderung“ Handlungsbedarfe und Lösungsansätze diskutieren, um die Rahmenbedingungen für die verschiedenen Programme der Wohnungsbauförderung weiter zu verbessern. Mit den beiden Gremien sollen die Akteure des Bündnisses enger zusammengebracht werden, um gemeinsam neuen Schwung in den Wohnungsbau zu bringen.
Das Bündnis für Wohnen in Hessen wird seit 2019 unter der Federführung des für Wohnungsbau und Stadtentwicklung zuständigen Wirtschafts- und Wohnungsbau-Ministerium fortgeführt.
Download
Doku Hessischer Preis für Innovation und Gemeinsinn 2024
Leitfaden Grundstücksvergabe Konzeptqualität
Broschüre Initialphase Baulandentwicklung
Wohnungsbaukonferenz
Auf der Hessischen Wohnungsbaukonferenz, die im Rahmen des „Bündnis für Wohnen in Hessen“ am 27. August 2025 in Hattersheim stattfand, trafen sich rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen, Wohnungsbauunternehmen und Planungsbüros in der denkmalgeschützten und kürzlich sanierten Stadthalle aus den späten 1960er Jahren mit vielen originalgetreuen Details.

