Europaministerin kündigt Jugendeuropakonferenz an

"Die Landesregierung wird am 24. September 2022 eine großangelegte Jugendeuropakonferenz in Hanau veranstalten, in der mehrere hundert Jugendliche über die aus ihrer Sicht wichtigsten Zukunftsthemen diskutieren werden", sagt Europaministerin Lucia Puttrich.

Jedes Jahr am EU-Projekttag gehen deutschlandweit Politikerinnen und Politiker in Schulen und diskutieren mit jungen Menschen über Europa. In verschiedensten Veranstaltungsformaten wird über Europa und die Erwartungen der Schülerinnen und Schüler an die EU, aber auch über viele andere Themen gesprochen. Hessens Europaministerin nutzte den diesjährigen EU-Projekttag, um eine großangelegte Jugendeuropakonferenz am 24. September 2022 in Hanau anzukündigen.

Lucia Puttrich: Jugendeuropakonferenz findet am 24. September in Hanau statt

„Wir müssen Europa nach vorn denken. Der furchtbare Vernichtungskrieg Russlands gegen die Ukraine, der Klimawandel, die Digitalisierung und Europas Rolle in der Welt: all dies sind Herausforderungen, vor denen die EU steht und für die wir gemeinsam Lösungen finden müssen. Es ist deshalb wichtig, bereits heute diejenigen miteinzubeziehen, die unser Europa der Zukunft gestalten werden. Die Landesregierung wird deshalb am 24. September 2022 eine großangelegte Jugendeuropakonferenz in Hanau veranstalten, in der mehrere hundert Jugendliche über die aus ihrer Sicht wichtigsten Zukunftsthemen diskutieren werden“, sagte Europaministerin Lucia Puttrich und fuhr fort: „Bereits seit vielen Monaten arbeiten wir mit einem Team von Jugendlichen aus allen Teilen Hessens und aus vielen unterschiedlichen Bereichen daran, ein Konzept für die Konferenz zu arbeiteten. Der Charme dieser Konferenz ist es, dass Jugendliche diese Konferenz für Jugendliche konzipieren und maßgeblich mitgestalten. Unter anderem wird es interessante Mitmachformate, aber auch Diskussionsforen und viele spannende Gäste geben. Mit der Jugendeuropakonferenz wollen wir Jugendlichen ein Angebot machen, die Zukunft Europas aktiv mitzugestalten.“

Lucia Puttrich warnt vor Renationalisierung in Europa

„In meinen zahlreichen Schulbesuchen in den letzten Wochen kamen immer wieder die gleichen Themen auf. Wie kann die EU auf die unseren Wohlstand sichern? Wie kann sie uns vor kriegerischer Aggression schützen? Wie kann sie mehr für das Klima und mehr für die Umwelt tun und sich gleichzeitig um eine gerechtere Welt kümmern? Die Aufgaben, die an ein Europa der Zukunft gestellt werden, sind deshalb klar umrissen. Doch oft heißt die Antwort: die EU ist nicht zuständig oder sich nicht einig. Wenn wir aber keinen Weg finden, die großen Erwartungen an die EU zu erfüllen, dann laufen wir Gefahr, dass Nationalisten mit ihren vermeintlich leichten Lösungen die Oberhand gewinnen“, mahnte Lucia Puttrich und verwies zum Beispiel auf die großen Stimmenanteile der nationalistischen Bewegungen in der letzten Wahl in Frankreich.

Europaministerin: „Europa muss sich als Friedensprojekt neu bewähren“

Die Europaministerin kündigte an, bei ihren Schulbesuchen weiter für die europäische Idee zu werben. „Nie war Europa wichtiger. In den vergangenen Jahren hatte das Argument, Europa diene vor allem dem Frieden, kaum noch Bedeutung. Zu selbstverständlich war der Frieden in Europa geworden. Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine hat sich das schlagartig geändert. Jetzt muss sich Europa als Friedensprojekt neu bewähren. Nicht nur innerhalb seiner Grenzen, sondern auch darüber hinaus. Die Suche nach Lösungen für ein friedliches Europa, aber auch für die zahlreichen Herausforderungen darüber hinaus, können und müssen wir deshalb als Ausgangspunkt für eine neue europäische Bewegung nutzen. Deshalb werben wir nicht nur für europäische Werte, sondern bieten Jugendlichen in Hessen mit der Jugendeuropakonferenz auch eine Plattform an, ihr Europa der Zukunft aktiv mitzugestalten“, erläuterte die Europaministerin.

Quelle: Pressemitteilung der Hessischen Staatskanzlei

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