Berufsausbildung in der Corona-Krise

Der aktuelle Bericht zur Berufsausbildung in Hessen 2021 ist erschienen.

Die Corona-Pandemie hat auch die duale Ausbildung stark getroffen. Von September 2019 bis Oktober 2020 mussten in Deutschland wie in Hessen prozentual zweistellige Verluste bei der Anzahl neu geschlossener Ausbildungsverträge im Vorjahresvergleich registriert werden. Viele Betriebe haben im Wirtschaftseinbruch ihr Ausbildungsplatzangebot reduziert – zusätzlich erschwerten die langfristigen Kontaktbeschränkungen, dass die Betriebe und die Jugendlichen zueinander finden konnten. Ein weiterer wichtiger Grund für die Schrumpfung des Ausbildungsmarktes waren darüber hinaus demografische Effekte. Denn es rückten relativ wenige Schulentlassene auf den Ausbildungsmarkt nach, auch aufgrund der verbreiteten Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. Zudem laufen die für den Ausbildungsmarkt positiven Effekte der Zuwanderung aus dem Ausland weiter aus.

Auch für 2021 ist eine Schrumpfung des Ausbildungsmarktes zu befürchten. Denn bis Ende August 2021 wurden den hessischen Arbeitsagenturen und Jobcentern nur 32.249 Ausbildungsstellen zur Vermittlung gemeldet. Das sind 2.021 Stellen beziehungsweise -5,9 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Positiv stimmt jedoch, dass die Rückgänge im Vorjahresvergleich nicht mehr ganz so erheblich ausfallen wie in den Wintermonaten. Die aktuellen Entwicklungen auf dem hessischen Ausbildungsmarkt beleuchtet der Bericht "Berufsausbildung in Hessen 2021", den die Hessen Agentur im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums erstellt hat.

Die Publikation „Berufsausbildung in Hessen 2021“ steht HIER für Sie zum Download bereit.

Ansprechpartner

Stefan Kuse

Stefan Kuse

Projektmanager Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Abteilung

Wirtschaftsforschung & Landesentwicklung

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