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Konversionsberatung


  • Kaserne in Babenhausen, Foto: Piesk Kaserne in Babenhausen, Foto: Piesk Kaserne in Babenhausen, Foto: Piesk
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In Hessen wurden seit 2005 zahlreiche Standorte der Bundeswehr und der US-Streitkräfte geschlossen. Knapp 30 Kommunen waren seitdem von Truppenabzug und Flächenfreigaben betroffen. Mit der Schließung von bisher militärisch genutzten Standorten waren aber nicht nur negative regionalwirtschaftliche Effekte, d.h. Arbeitsplatzverluste und Kaufkraftrückgänge, in den betroffenen Regionen verbunden.

Potenzialflächen für Gewerbe und Wohnen
Die Konversion beinhaltet in vielen Fällen auch Chancen für die Entwicklung von neuen Gewerbegebieten, gemischten Stadtquartieren und Wohnbauflächen. Wurden in Hessen in der Vergangenheit ehemalige Militärflächen häufig mit Blick auf eine gewerbliche Anschlussnutzung entwickelt, stehen sie seit einigen Jahren vor allem in Südhessen und in Universitätsstädten verstärkt im Fokus der Wohnungswirtschaft. Für den aktuell sehr hohen Wohnungsbedarf sind beispielsweise in Südhessen kaum größere stadtnahe Areale vorhanden.

In Innenstadtlagen trägt ihre Wiedernutzung dazu bei, den Flächenverbrauch auf der "grünen Wiese" zu reduzieren. Werden die Areale neu bebaut, können nachhaltige Energiekonzepte, Maßnahmen zum Klimaschutz u.Ä. realisiert werden. Konversionsflächen im Außenbereich gerieten in den vergangenen Jahren bei der Flächensuche für Anlagen der Regenerativen Energien zunehmend in den Fokus.

Der Konversionsprozess
Die Konversion von Brachen ist in der Regel ein eher langwieriger Prozess und wirft generelle Fragen zur künftigen Stadtentwicklung einer Kommune auf, aber auch spezifische Fragen und Probleme zur jeweiligen Standortentwicklung. Dies sind bei Konversionsflächen vor allem der Zustand des Geländes - insbesondere im Hinblick auf Altlasten und technische Infrastruktur -, die Wirtschaftlichkeit der beabsichtigten Vorhaben, die Mobilisierung der Flächen, d.h. der angemessene Eigentumsübergang auf öffentliche oder private Investoren, die Wiedernutzung von Immobilienbeständen u.v.m.

Konversionsberatung
Wir führen die Erstberatung zum Thema Konversion und Mobilisierung von militärischen, industriellen, gewerblichen Brachflächen oder Verkehrsbrachen im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung durch, die Erstberatung kann von allen betroffenen hessischen Kommunen kostenfrei in Anspruch genommen werden.

Die Konversionsberatung bezieht sich u.a. auf Fragestellungen

  • zur Ausschreibung und Vergabe von vorbereitenden Studien und Konzepten und zur Durchführung von Wettbewerben,
  • zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Instrumenten, z.B. zur Entwicklungsmaßnahme, zum Erstzugriffsrecht etc.
  • zur Kostenermittlung für die Herrichtung und Erschließung von Konversionsflächen (Kosten- und Finanzierungsübersichten)
  • u.v.m.

Darüber hinaus fungieren wir als Schnittstelle und Informationsdrehscheibe zwischen Bundesdienststellen, Landesverwaltung, Kommunen und potenziellen Investoren. Ferner kommunizieren wir das Thema Konversion bei Bedarf im Rahmen von Veranstaltungen, beraten Kommunen und Zweckverbände bei der Beantragung von Fördermitteln und geben jährlich Newsletter zur Konversion in Hessen heraus.

 

Aktuelle Arbeitshilfen:
Konversion in Hessen: Schaffung von Wohnraum auf Konversionsflächen. Wichtige Fragestellungen und Themen der Kommunalberatung. Erfahrungsbericht der HA Hessen Agentur GmbH und HA Stadtentwicklungsgesellschaft mbH.
Erstellung von Kosten- und Finanzierungsübersichten im Rahmen von Konversionsprojekten - Arbeitshilfe

 

EU-Logo

Die Konversionsberatung in Hessen wird aus Mitteln der Europäischen Union und aus Mitteln des Landes finanziert.

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Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz startet neues Förderprogramm



Foto: Familienzentrum Neu-Isenburg / Hessen Agentur Bild: Foto: Familienzentrum Neu-Isenburg / Hessen Agentur

Mit dem "Investitionspakt Soziale Integration im Quartier" stellen der Bund und das Land Hessen den Kommunen ein neues und starkes Förderinstrument zur Verfügung. Gefördert werden quartiersbezogene Bauprojekte, die den sozialen Zusammenhalt und die Integration vor Ort unterstützen und nachhaltig stärken. Das können beispielsweise Stadtteilzentren, Kitas, soziokulturelle Zentren, öffentliche Bildungseinrichtungen (ohne allgemein- und berufsbildende Schulen), Jugendtreffs, Jugendwerkstätten oder Nachbarschaftscafés sein, die dringend saniert, modernisiert oder ausgebaut werden müssen. Auch die Aufwertung von Außenbereichen solcher Einrichtungen kann gefördert werden einschließlich des Baues von Spiel- und Sportplätzen und grünen Bewegungsparcours.

"Ein gutes und beständiges Zusammenleben aller Bewohnerinnen und Bewohner in
unseren Städten und Gemeinden braucht lebenswerte und stabile Quartiere. Nachbarschaftliches Leben findet in hohem Maße in öffentlichen Räume und öffentlichen Einrichtungen statt. Genau dort setzen wir mit dem Investitionspakt an“, betont Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz.

Die Projekte zur sozialen Integration werden mit einer staatlichen Förderung von 90 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten einschließlich Planungskosten unterstützt. Antragsberechtigt sind ausschließlich hessische Städte und Gemeinden sowie kommunale Zweckverbände oder Planungsverbände.

Voraussetzung für eine Förderung ist ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, eine städtebauliche Gesamtstrategie oder ein vergleichbares Rahmenkonzept der Kommune. Die hierin formulierten Ziele der Quartiersentwicklung müssen mit den Zielen des Investitionspaktes übereinstimmen. Vorrangig gefördert werden Projekte, die in den Maßnahmengebieten der Städtebauförderung liegen. Ausnahmen sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Anträge auf Programmaufnahme im Jahr 2017 können bis zum 08. September 2017 eingereicht werden. Alle weiteren Informationen, wie Programminformation und Antragsunterlagen online:

www.nachhaltige-stadtentwicklung-hessen.de




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