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Hessentag 2018: Außergewöhnliche Reise in die Zukunft



Hessentag 2018 in Korbach Bild: Hessentag 2018 in Korbach

Wiesbaden/Korbach. Wissenschaftsminister Boris Rhein lädt alle Besucherinnen und Besucher des Hessentags ein, sich am Stand von "Hessen schafft Wissen" ein Bild von Hessens großartigen Forschungsleistungen zu machen. In Korbach präsentieren viele Partner aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Schulen aktuelle Themen der hessischen Spitzenforschung sowie spannende Mitmachexperimente. Auf der Bühne gibt es zweimal täglich eine spektakuläre "Lab-Adventure" Show, bei der die Besucher nicht nur hinter die Kulissen der Wissenschaft, sondern auch in die Zukunft der Menschheit blicken können.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: "Wir gestalten die Zukunft in Hessen: In unseren Hochschulen und Forschungseinrichtungen gibt es schon heute eine Vielzahl an spannenden Projekten und Ideen, die unsere Lebenswelt besser und aufregender machen werden. Durch das bundesweit einmalige Forschungsförderprogramm LOEWE haben wir bereits Investitionen von mehr als 1,5 Milliarden ausgelöst und damit ein wichtiges Zeichen für Wissenschaft und Forschung in Hessen gesetzt."

Langweilige Labore, meterweise Buchregale und Informationen auf Fachchinesisch – das alles sucht man auf dem Hessentag in Korbach vergeblich. Stattdessen gibt es einen großen Gemeinschaftsstand, an dem eindrucksvoll und verständlich demonstriert wird, wie spannend und abwechslungsreich in Hessen geforscht wird. Am Stand 24 in der Hessentagsstraße (Medebacher Landstraße, gegenüber der Continental Arena) können kleine und große Besucher Wissenschaft zum Anfassen erleben: Neben spannenden Exponaten und Experimenten kann man dabei immer wieder selbst ausprobieren – und zum Beispiel in einem Rennsimulator fahren, einen Löt-Workshop belegen oder durch die Stadt von morgen spazieren.

Eines der Highlights ist die neuartige "Lab-Adventure" Bühnenshow: Hier können die Besucher direkt in eine andere Welt eintauchen: Mit einer Mischung aus Entertainment, Exponaten und jeder Menge Special Effects begeistert das Team von Hessen-schafft-Wissen zweimal täglich vor der ungewöhnlichen Kulisse.

Das Team vom FIAS ist auf dem mehr als 300 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand vertreten und vermittelt Spaß an der Wissenschaft. In einer interaktiven Ausstellung "Wissenschaft zum Anfassen" können Kinder wie Erwachsene unterschiedliche Phänomene der modernen Wissenschaft erleben und verstehen. Unter anderem lernen die Besucher auf spielerische Art und Weise, wie ein Teilchenbeschleuniger funktioniert, wie man Keramiken zum Schweben, Schokoküsse zum Explodieren bringt und – passend zum WM-Jahr – mit dem Gehirn Fußball spielt.

Rennsport hautnah gibt es am Stand vom Herkules Racing Team aus Kassel. Die Studierenden haben den HRT 17 mit dabei. Das aktuelle und erfolgreichste Auto der Teamgeschichte schafft es in weniger als vier Sekunden von 0 auf 100km/h. Außerdem haben Besucher jeden Alters die Möglichkeit, ein paar Runden zu drehen - zumindest in einem zum Fahrsimulator umgebauten alten Boliden.

Unter dem Motto "Technik lernt Segeln" will das Sailing Team der Technischen Universität Darmstadt den Atlantik überqueren – ihr Boot fährt dabei allerdings komplett unbemannt, autonom und energieautark. Die Tüftler aus Darmstadt bringen ihr 2,20 Meter langes Boot nach Korbach mit und erklären gerne die einzelnen Bauteile. Mit einem 3D-Modell demonstrieren sie, wie der Segler dank der verbauten künstlichen Intelligenz auf verändernde Umweltbedingungen reagiert. Auch ein Ruder-Demonstrator, ihren 3D-Drucker und die große CNC-Fräse hat das Team im Gepäck. So bekommen die Besucher einen lebendigen Eindruck davon, wie es in der Werkstatt an der TU Darmstadt zugeht. Zudem gibt einen Löt-Workshop, bei dem Jung und Alt unter Anleitung nicht nur das Handwerk lernen, sondern selbständig ein tolles Andenken fertigen können.

Seit 2008 fördert das Land Hessen zukunftsweisende Forschungsvorhaben mit seinem Forschungsförderprogramm LOEWE. Bis heute wurden bereits 13 Zentren und 49 Schwerpunkte unterstützt. Gemeinsam mit ProLOEWE – dem Netzwerk der LOEWE-Projekte – will man dabei kurze Wege zur Forschung schaffen, auch um so den Dialog mit der Gesellschaft zu fördern. An ihrem Stand begeistern die Wissenschaftler mit spannenden Experimenten und jeder Menge Anschauungsmaterial – von Ausstellungsstücken aus prähistorischer Zeit bis hin zu Mobilitäts-Modellen für das Leben in der Zukunft. So wird es interessante Einblicke in die Materialforschung geben und Wissenswertes über verdrehte Moleküle und deren Bedeutung für die Arzneimittelentwicklung. Auch der interdisziplinäre LOEWE-Schwerpunkt BAMP! ist mit vor Ort und präsentiert Papier als Baumaterial der Zukunft!

Die Darmstädter Experten vom CRISP, der europaweit größten Allianz von Forschungseinrichtungen im Bereich Cybersicherheit in Europa, geben an zwei Tagen interessante Einblicke in ihre vielfältigen Arbeitsbereiche. Am 1. Juni können die Besucher ein System testen, mit dem man Personen anhand von Bildern ihrer Fingervenen identifizieren und Betrugsversuche erkennen kann. Am 2. Juni steht die "Smart City" im Mittelpunkt. Mit Hilfe eines Tablets kann man auf virtuelle Erkundungstour in die Stadt der Zukunft gehen. Unter anderem geht es hierbei sehr anschaulich um komplexe Themen wie Mobilität und autonome Systeme, Privacy im Smart Home, einen wirksamen Schutz vor Phishing sowie Cybersicherheit in der Industrie 4.0.

Das Mathematikum in Gießen ist das erste mathematische Mitmach-Museum der Welt. Auf dem Hessentag laden die Zahlen-Akrobaten mit interaktiven Experimenten dazu ein, Mathematik zum Anfassen zu erleben: Auf spielerische Art und Weise können sich die Besucher mit den Grundthemen der Mathematik beschäftigen und entdecken dabei sicher viel Freude am Experimentieren und Problemlösen.

Auf dem Hessentag präsentieren sich auch mehrere Berufliche Gymnasien aus Korbach, Bad Arolsen, Bebra und Kassel mit ihren jeweiligen Schwerpunkten. Unter anderen wird es am Stand abwechslungsreiche Chemieexperimente und spannende Einblicke in die Welt der Robotik geben.

Die hessische MINT-Aktionslinie möchte das Interesse von Mädchen und Jungen ab 14 Jahre zum Ergreifen von Ausbildungsberufen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) wecken. Am Hessentagstand erfährt man anhand von Exponaten sowie interessanten Versuchen und Arbeiten zum Ausprobieren, was man innerhalb der vier MINT-Projekte alles lernen kann. Dafür bietet die MINT-Aktionslinie vier unterschiedliche Konzepte an, die zusammen eine breite Zielgruppe ansprechen können.

 

"Hessen schafft Wissen" wird getragen von den hessischen Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Partnern aus der Wirtschaft sowie dem Land Hessen. Die Initiative will die Leistungen der hessischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und deren Nutzen für die Bürger verdeutlichen. Zudem will sie den Wissenschaftsstandort Hessen stärken und damit auch die Anwerbung von wissenschaftlichem Nachwuchs sowie von Fach- und Führungskräften fördern. Ein weiteres Ziel ist es, bei jungen Menschen das Interesse an Wissenschaft zu fördern.

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