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Hessische Unternehmen und Kommunen zeigen hohes Interesse an oberflächennaher Geothermie [HA Hessen Agentur]



(Foto: Markus Lämmer/LEA) Bild: (Foto: Markus Lämmer/LEA)

Mehr als 70 Teilnehmer folgten am 13. August 2019 der Einladung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMWEVW) und der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA) zur Informationsveranstaltung "Wärme und Kälte aus der Tiefe – effizienter Klimaschutz für Gewerbe und Kommunen" im Kreishaus des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen neben Informationen zu Technik, Genehmigungsverfahren und Fördermöglichkeiten vor allem innovative Konzepte und Erfahrungsberichte zu bereits umgesetzten Projekten. Diese demonstrierten, dass die oberflächennahe Geothermie Büro-, Gewerbe- und Produktionsgebäude sehr effizient mit Wärme und Kälte versorgen kann und dabei deren CO2-Bilanz signifikant verbessert.

Wärmepumpen und oberflächennahe Geothermie haben sich bereits auf breiter Basis als anerkannte Heizsysteme für Ein- oder Zweifamilienhäuser etabliert. Laut Bundesverband Wärmepumpe betrug der Marktanteil der Wärmepumpe im Jahr 2018 43,7 Prozent und lag damit erstmals bei den genehmigten Wohngebäuden vor der Gasheizung mit 41 Prozent. Dass die oberflächennahe Geothermie darüber hinaus auch enormes Potenzial zur Wärme- und Kälteversorgung gewerblich oder kommunal genutzter Zweckbauten besitzt, war die Kernbotschaft des Informationstags in Marburg.

Dr. Sven Rumohr vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) stellte Trends und Potenziale der oberflächennahen Geothermie in Hessen vor. Prof. Dr.-Ing. Lars Kühl von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaft in Wolfenbüttel gab einen Überblick über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Geothermie in komplexen Versorgungssystemen für Büro-, Gewerbe- und Produktionsgebäude. Wie dies in der Praxis funktioniert und wie ein mittelständisches Unternehmen innovative Heiz- und Kühlkonzepte für die eigenen Gebäude nutzen kann, demonstrierte Franz Mitsch von der ESM Energie- und Schwingungstechnik Mitsch GmbH. Dessen neu gebaute Produktionshallen und Bürogebäude werden u. a. über Erdsonden geheizt und gekühlt.

Eine Nummer größer ist das Projekt der Stadtwerke Bad Nauheim GmbH, das deren Geschäftsführer Peter Drausnigg vorstellte. Die Stadtwerke werden mittels "Kalter Nahwärme" rund 400 Wohneinheiten eines Neubauviertels im Süden Bad Nauheims mit Wärme und Kälte versorgen. Mit dem rund 11.200 Quadratmeter großen Kollektorfeld ist es das bislang größte derartige Projekt in Deutschland, das auf diese besondere Form der oberflächennahen Geothermie setzt.

Dass sich Geothermie auch für die Kühlung eines Rechenzentrums eignet, zeigten die beiden Vertreter der Stadt Fulda, Cornelia Gieler und Michael Dietzel. Damit soll sich der Gesamtstromverbrauch des Rechenzentrums um 77,8 Prozent reduzieren. Das innovative Konzept schaffte es beim 2018 erstmals vergebenen Hessischen Staatspreis Energie bis in die Finalrunde.

Abschließend präsentierte Timo Daniel vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verschiedene Fördermöglichkeiten und erläutere die Modalitäten des Marktanreizprogramms der BAFA. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und Kommunen können über das Programm Zuschüsse für Investitionen in Wärmepumpen mit einer Leistung von bis zu 100 kW erhalten.

Es wurde allen Teilnehmern empfohlen, sich bei Interesse auch an die Fördermittelberatung der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA) zu wenden. Diese berät hessische Unternehmen, Privatpersonen und Kommunen projektspezifisch zu Förderprogrammen des Landes und des Bundes rund um die Themenfelder Energie und Klimaschutz.

Über die LEA wurde die Veranstaltung von der Europäischen Union aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

 

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Ein Presse-Foto zur Veranstaltung können Sie HIER herunterladen.

BU: Die Hessische LandesEnergieAgentur (LEA) unterwegs in Marburg: Im Rahmen der Geothermie-Veranstaltung des Hessischen Wirtschaftsministeriums mit seinem Kompetenznetzwerk "Geothermie Hessen" präsentiert Dipl. Ing. Franz Mitsch aus Heppenheim seine Erfahrungen zum geothermisch gestützten System zur Heizung und Kühlung eines Gewerbebetriebs unter Nutzung von Prozess-Abwärme. Geothermie ermöglicht eine sehr effiziente und CO2-neutrale Wärme-/Kälte-Versorgung von Gebäuden sowie ganzen Quartieren. (Foto: Markus Lämmer/LEA)

 

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Fördermittelberatung der LEA rund um die Themen Energie und Klimaschutz gibt es HIER.

Haben Sie Fragen oder wünschen Sie weitere Informationen zum Thema Geothermie?

HA Hessen Agentur GmbH
Konradinerallee 9
65189 Wiesbaden

Hessische LandesEnergieAgentur (LEA)
Markus Lämmer
Tel.: +49 611 95017 8664
Mail: markus.laemmer@hessen-agentur.de

 

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Die HA Hessen Agentur GmbH ist die Dienstleistungsgesellschaft des Landes. Sie setzt Projekte, Kampagnen und Förderaktivitäten um und fungiert zudem als Berater und „Think Tank“. Ihr Kernziel ist die bestmögliche Unterstützung des Landes Hessen und anderer öffentlicher Institutionen bei der Erreichung ihrer Ziele im Rahmen der hessischen Wirtschaftsförderung. Weitere Informationen finden Sie unter www.hessen-agentur.de


Die LandesEnergieAgentur (LEA) übernimmt im Auftrag der Hessischen Landesregierung zentrale Aufgaben bei der Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten richtet sich an hessische Kommunen, die Unterstützung bei Strategien und Maßnahmen zum Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien erhalten können. LEA versteht sich auch als Informationsplattform und macht Informationsangebote für Bürgerinnen und Bürger, für Unternehmen und Organisationen in Hessen.
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