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"Gut vernetzt – Chancen der Digitalisierung für ländliche Räume"



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Marburg/Wiesbaden. "Experten sind sich darüber einig, dass die Digitalisierung Chancen für ländliche Räume eröffnen kann: Online-Marktplätze, E-Health, digitale Verwaltung, Smart Homes, Car-Sharing, Co-Working, Online-Beteiligung – digitale Anwendungen lassen Entfernungen schrumpfen, vernetzen Menschen und schaffen Nachfrage und Auslastung. Ich freue mich, dass beim Praxisforum Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis über entsprechende Erfahrungen mit digitalen Lösungen informieren", erklärte Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser bei der Eröffnung des Praxisforums in Marburg.

Über die Chancen der Digitalisierung und das Projekt "Digitale Dörfer" in Rheinland-Pfalz sprach Professor Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering in Kaiserslautern. Berichte aus der Praxis gaben Anregungen, wie die Digitalisierung im ländlichen Raum gerade für die Themenschwerpunkte "Arbeit" und "Bürgermitwirkung" neue Zukunftsperspektiven eröffnen kann. So strebt die Odenwald-Regionalgesellschaft mit ihren Aktivitäten in Punkto Breitbandausbau die Sicherung des Wirtschaftsstandortes und der Lebensqualität an. Und Beispiele aus Baunatal und Prüm (Eifel) zeigten, wie moderne Informations- und Kommunikationstechnik auch in Kleinstädten und in ländlichen Räumen neue Arbeitsformen erschließen kann – denn die bisher eher aus Großstädten bekannten Co-Working-Spaces werden heute mehr und mehr auch in ländlichen Regionen ausprobiert.

Auch für die Bürgerbeteiligung bieten Informations- und Kommunikationstechniken vielfältige Möglichkeiten. Die Stadt Lampertheim hat z.B. im Rahmen der Erstellung eines ISEKs ein Portal entwickelt, das eine interaktive Ideensammlung via Crowdmapping möglich machte. Kritikpunkte und Ideen der Einwohnerinnen und Einwohner wurden gesammelt und flossen in das Entwicklungskonzept mit ein. Auch nach Fertigstellung des ISEKs bleibt das System für die Online Kommunikation mit der Stadtverwaltung in Betrieb.

Anschauliche Dorfentwicklung mit 3-D-Visualisierungen bietet eine digitale Anwendung, die unter anderem in der Gemeinde Otzberg erfolgreich eingesetzt wird. Zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Politik und Verwaltung werden die Baustrukturen der Gemeinde samt ihren aktuellen und zukünftigen Entwicklungen dargestellt. So kann besser eingeschätzt werden, wie ein attraktives Lebensumfeld geschaffen werden kann.

Rund 100 Gäste nutzten die Gelegenheit sich über den Nutzen der neuen Informations- und Kommunikationstechniken für den ländlichen Raum auszutauschen.

Derzeit wird der Breitbandausbau in Hessen intensiv vorangetrieben. So stellt das Hessische Landwirtschaftsministerium Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) bereit, damit u.a. auch sehr entlegene Orte einen Breitbandanschluss erhalten können. "In der Förderperiode 2014-2020 stehen insgesamt 32 Millionen Euro ELER-Mittel für die Förderung von Breitbandinfrastrukturen im ländlichen Raum zur Verfügung. Damit wollen wir die entsprechenden Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich Unternehmen auch verstärkt im ländlichen Raum ansiedeln können und nicht nur in den Ballungsräumen, wo der Breitbandausbau bereits stattgefunden hat", erklärte Dr. Beatrix Tappeser auf dem Praxisforum.

Die Servicestelle Vitale Orte 2030 der Hessen Agentur unterstützt im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) alle, die sich mit den Herausforderungen des Bevölkerungsrückgangs und unserer älter werdenden Gesellschaft auseinandersetzen. Eine zentrale Aufgabe der Servicestelle ist die Organisation von Praxisforen. In den Praxisforen werden erfolgreiche und beispielgebende Projekte vorgestellt, die zur Gestaltung der Folgen des demografischen Wandels beitragen.

Detaillierte Informationen zu den Vorträgen und guten Beispielen des Praxisforums erhalten Sie unter www.vitale-orte.hessen-nachhaltig.de/de

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