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Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit mit Hessischem Gemeinschaftsstand



(Foto: HA/HMSI) Bild: (Foto: HA/HMSI)

Berlin/Wiesbaden. Wichtige Impulse für die fachliche und politische Zukunftsgestaltung im Gesundheitssektor gehen seit Jahren vom dreitägigen Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit  aus – mit mehr als 8.400 Entscheidern aus Gesundheitswirtschaft und Politik, 150 Einzelveranstaltungen und rund 600 Referenten ist der Kongress eine jährliche Leitveranstaltung der Branche Der 21. Hauptstadtkongress fand vom 6. bis 8. Juni 2018 im CityCube in Berlin statt.

"Wir sind in Hessen in vielen Bereichen der Medizin Vorreiter und Vorbild. Und wir sind dabei, mit vielen Akteuren der Branche die medizinische Versorgung weiterhin zukunftsfest aufzustellen. Das ist angesichts der Herausforderungen wie dem demografischen Wandel, der Fragestellung der Nachbesetzung von Sitzen im ländlichen Raum und dem Wunsch der Ärztinnen und Ärzte nach mehr Flexibilität zugunsten der Familie, ein dickes Brett. Daher freue ich mich, hier auf dem Hauptstadtkongress zeigen und besprechen zu können, wo wir schon sehr erfolgreich und tief gebohrt haben, und wo wir noch Wege gehen müssen", sagt Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner anlässlich des Kongresses in Berlin. Zum ersten Mal war Hessen auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Die Aussteller Hessisches Gesundheitsministerium, Kompetenzzentrum für Telemedizin und E-Health Hessen, Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Hessen, Kreis Bergstraße, Stadt Frankfurt am Main und weitere Experten informierten am Stand darüber, wie Hessen mit innovativen Lösungen und Strategien die Rahmenbedingungen für gute Medizin setzt.

Unter dem Motto "Gesundheitsstandort Hessen: Wir sorgen für gute Medizin" war Hessen hier in diesem Jahr erstmalig mit Ausstellern, Vorträgen und Gesprächsforen auf einem eigenen Messestand präsent. Stand und Programm wurden von der HA Hessen Agentur GmbH im Auftrag des Hessischen Gesundheitsministeriums organisiert. Das Ministerium stellte die vielfältigen Landesprogramme zur Fachkräftesicherung und für neue Versorgungsmodelle sowie die E-Health-Initiative Hessen vor.

In Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Justus-Liebig-Universität in Gießen berät das Kompetenzzentrum in Zukunft landesweite Projekte rund um telemedizinische Anwendungen und E-Health-Infrastrukturen. "Mit dem engagierten Team des Kompetenzzentrums wird es uns in einer partnerschaftlichen Kooperation der THM und der JLU gemeinsam gelingen, die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit zu gestalten, um auch für die Zukunft eine patientengerechte, wohnortnahe und medizinisch hochwertige Versorgung in allen Lebensbereichen sicherzustellen", erklärt Armin Häuser, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für Telemedizin und E-Health Hessen.

Die Stadt Frankfurt am Main ist Vorreiter mit der E-Health-Anwendung IVENA (Interdisziplinärer Versorgungsnachweis). Bei Rettungseinsätzen kommt es auf jede Minute an. Mit IVENA können sich die Rettungsdienste am Unfallort sofort über die aktuelle Auslastung und Behandlungsmöglichkeiten der Krankenhäuser für die Notfallversorgung informieren. Das System wurde in Hessen entwickelt, um eine möglichst passgenaue Einlieferung der Patienten sicherzustellen und auch Zeit und Wege zu sparen. "Im Idealfall ist die Klinik schon auf den individuellen Zustand des Patienten, der noch unterwegs ist, vorbereitet“, lobt Grüttner IVENA. Prof. Dr. Dr. René Gottschalk, vom Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main unterstreicht: "Wir möchten die Software IVENA im Rettungsdienst nicht mehr missen. Sie schafft eine noch nie dagewesene Transparenz und neue Möglichkeiten für die bestmögliche Zuweisung und Hilfe der betroffenen Menschen. Wir freuen uns, das auf diesem bundesweiten Forum zeigen zu können."

Das Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Hessen informiert über die Aus- und Weiterbildung zukünftiger Fachärzte für Allgemeinmedizin. Das Zentrum unterstützt seit mehr als fünf Jahren dringend benötigte Ärzte in Weiterbildung auf ihrem Weg in die hausärztliche Praxis. "Das Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Hessen bietet eine Weiterbildung aus einem Guss und nimmt den jungen Ärzten die Angst vor dem Sprung ins kalte Wasser. Inzwischen werden nach unserem Vorbild in 12 weiteren Bundesländern Kompetenzzentren aufgebaut, die die allgemeinmedizinische Weiterbildung fördern und die hausärztliche Versorgung stärken", erklärt Prof. Dr. Ferdinand Gerlach, MPH, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin an der Goethe-Universität Frankfurt.

Der Kreis Bergstraße unterhält Projekte und Aktivitäten im Bereich der ambulanten medizinischen Versorgung wie z.B. die ,"Landpartie 2.0", das Netzwerk Ortsnahe Versorgung Odenwald (NOVO), den Weiterbildungsverbund sowie die Zusammenarbeit mit örtlichen Ärztenetzen. "Wir bieten starke und aktive Gesundheitsnetzwerke, beste Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit namhaften Universitäten und unterstützen den Weg zum Berufsziel Allgemeinmediziner! Das alles möchten wir in Berlin einer breiten Öffentlichkeit zeigen", sagt Diana Stolz, erste Beigeordnete und Gesundheitsdezernentin des Kreises Bergstraße.

15 Fachvorträge und drei Podiumsdiskussionen behandeln am Hessenstand zentrale aktuelle Themenfelder wie die Fachkräftesicherung, die Digitalisierung und Initiativen für Innovation und Internationalisierung. Den Abschluss bildeb Antworten auf den demografischen Wandel – eine Diskussion zwischen dem Hessischen Gesundheitsminister Stefan Grüttner, MdB Rudolf Henke und Prof. Dr. h. c. Rebscher.

"Ich freue mich, dass wir in Hessen gemeinsam den Blick auf die Zukunft richten. Indem die wichtigen Akteure zusammenarbeiten und gemeinsam an Lösungen arbeiten, wird es uns gelingen den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen und für gute Medizin zu sorgen", sagt Hessens Gesundheitsminister abschließend.

E-Health-Portal des Landes Hessen: www.ehealth-in-hessen.de

 

Die HA Hessen Agentur GmbH ist die Dienstleistungsgesellschaft des Landes. Sie setzt Projekte, Kampagnen und Förderaktivitäten um und fungiert zudem als Berater und „Think Tank“. Ihr Kernziel ist die bestmögliche Unterstützung des Landes Hessen und anderer öffentlicher Institutionen bei der Erreichung ihrer Ziele im Rahmen der hessischen Wirtschaftsförderung. 

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