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Tarek Al-Wazir mit 40-köpfiger Delegation in Wien



Fotos: HMWEVL / Liquid Frankfurt Bild: Fotos: HMWEVL / Liquid Frankfurt

Wiesbaden/Wien. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat ein positives Resümee seiner dreitägigen Delegationsreise nach Wien gezogen. "Das war genau die richtige Stadt", sagt Al-Wazir nach der Rückkehr in Wiesbaden. "Auch wenn viele beim Thema Kreativwirtschaft sicherlich zunächst an London, Mailand oder New York denken – Wien hat eine beeindruckende Kreativszene. Wir haben hier eine wahnsinnig pulsierende, dynamische und vor allem auch zunehmend digitale Stadt erlebt."

Al-Wazir hatte sich zu Beginn der Legislaturperiode vorgenommen, die Kultur- und Kreativwirtschaft zu stärken. "Erstens weil sie ökonomisch für unser Bundesland eine immer wichtigere Rolle spielt: Über 20.000 Unternehmen, 120.000 Beschäftigte, 12 Milliarden Euro Umsatz. Das sind mehr Beschäftigte als in der Pharmaindustrie. Aber natürlich auch, weil Kreativität positiv in viele andere Bereiche abstrahlt", erklärt der Minister.

Al-Wazir: "Kreative verändern Städte wie wahrscheinlich kaum eine andere Gruppe. Sie sorgen für frischen Wind und für Veränderung und sie machen Städte auch für Unternehmen aus ganz anderen Bereichen interessanter und für die Menschen lebenswerter."

Die rund 40-köpfige Delegation hatte Einblicke in sehr unterschiedliche Bereiche der Wiener Kultur- und Kreativszene erhalten. Als herausragendes Beispiel nannte Al-Wazir das Digitalprojekt der Wiener Staatsoper. "Von der Digitalisierung der Notenbücher und Bühnenbeschreibungen, über die neuen fest in den Zuschauerbänken integrierten Tablets bis zum livestream Internet-Angebot des Bühnenprogramms – die Wiener Staatsoper geht hier völlig neue Wege und sammelt derzeit viel Erfahrung, von der sicherlich auch die Stadt Frankfurt bei ihren Zukunftsplänen für Oper und Schauspiel profitieren könnte", sagt Al-Wazir.

Für Al-Wazir war es nach Amsterdam, Mailand, Brüssel und London bereits die fünfte Reise mit einer Delegation von hessischen Kreativen. "Uns ist es dabei sicherlich gelungen, so manch eine Tür aufzustoßen, Kontakte herzustellen und am Ende auch Geschäfte zu initiieren. Denn Hessens Kreativszene muss sich wahrlich nicht verstecken."

Die Bundesrepublik Österreich gehört zu den wichtigsten Exportstaaten Hessens. Im Jahr 2017 wurden Waren im Wert von 2,8 Millarden Euro aus Hessen nach Österreich exportiert. Dies entspricht dem achten Platz der Top Ten der Exportstaaten Hessens. In Österreich haben rund 300 hessische Unternehmen eine Tochtergesellschaft. Beispiele hierfür sind Merck, B. Braun, Deutsche Bank, Opel mit einem Werk in Wien und Viessmann.

Rund 400 hessische Unternehmen wiederum haben österreichische Muttergesellschaften, unter anderem Buderus Edelstahl in Wetzlar, die Leica Camera AG befindet sich mehrheitlich im Besitz einer österreichischen Beteiligungsgesellschaft. Das Land besitzt eine lebendige Kultur- und Kreativszene. Hierbei ist jedes zehnte Unternehmen in Österreich ein Teil der Kreativwirtschaft. Die Entwicklung der Kreativwirtschaft ist dynamischer als die der österreichischen Gesamtwirtschaft. Die größten Kreativwirtschaftsbereiche sind die der Werbung, gefolgt von dem Markt für darstellende Künste und der Software- und Games Industrie.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsbereich Hessens. Die Hessische Landesregierung begreift die Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft als ein Kernelement ihrer Wirtschaftspolitik. International bekannte Werbeagenturen, Verlage und Designstudios und Veranstaltungen wie die Frankfurter Buchmesse, zahlreiche Film- und Musikfestivals oder der German Design Award tragen erheblich zum Renommee des Kreativstandorts Hessen bei.

Zur hessischen Kultur- und Kreativwirtschaft gehören über 20.300 Unternehmen, sie erwirtschaften einen Umsatz von rund 12,2 Milliarden Euro (2015). Die Software- und Games- Industrie ist mit 3,5 Milliarden Euro Umsatz der stärkste Teilmarkt der hessischen Kreativwirtschaft, gefolgt vom Werbemarkt mit 2,9 Milliarden Euro. Der Pressemarkt steht mit 2 Milliarden Euro Umsatz an dritter Stelle, die Designwirtschaft mit 1,8 Milliarden Euro an vierter. In der Kultur- und Kreativwirtschaft in Hessen sind mindestens 121.900 Menschen dauerhaft erwerbstätig. Mit rund 70.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zählt die Branche mehr Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als etwa die Pharmaindustrie oder der Maschinenbau. Hinzu kommen rund 11.900 freiberufliche Künstler und Publizisten sowie über 20.300 Unternehmensinhaber und rund 19.300 geringfügig Beschäftigte.

 

Die Geschäftsstelle Kreativwirtschaft Hessen bei der HA Hessen Agentur GmbH informiert im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums über Beratungs- und Förderangebote für die hessische Kultur- und Kreativwirtschaft. Die HA Hessen Agentur GmbH bündelt alle nichtmonetären Aktivitäten der hessischen Wirtschaftsförderung.

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Die HA Hessen Agentur GmbH ist die Dienstleistungsgesellschaft des Landes. Sie setzt Projekte, Kampagnen und Förderaktivitäten um und fungiert zudem als Berater und „Think Tank“. Ihr Kernziel ist die bestmögliche Unterstützung des Landes Hessen und anderer öffentlicher Institutionen bei der Erreichung ihrer Ziele im Rahmen der hessischen Wirtschaftsförderung. 

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