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Neue Roadmap Energie vorgestellt



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Die Energiewende in Hessen wird digitaler und vernetzter. "Es war richtig und wichtig, dass wir in den letzten Jahren einen klaren Fokus auf den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie in Hessen gelegt haben", sagte Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden. "Und wir waren dabei sehr erfolgreich: Wir haben Hessen vom Schlusslicht beim Ausbau der Erneuerbaren Energien in die obere Tabellenhälfte geführt und allen gezeigt: Hessen kann Energiewende."

Entscheidend dabei war die konsequente Umsetzung der "Energie-Agenda 2015", die vor drei Jahren neuen Schwung in die Energiewende in Hessen gebracht hat. "Wir haben damit das umfassendste Programm zur Energieeinsparung, Effizienz und Ausbau der Erneuerbaren Energien aufgelegt, das es in Hessen je gegeben hat“, so der der Minister. „Wir wollten Energie einsparen, Effizienz erhöhen und den Ausbau voranbringen. Das Ergebnis zeigt: Die „Energie-Agenda 2015“ hat gewirkt. Und sie wirkt weiter."


BILANZ ENERGIE-AGENDA

ENERGIEEFFIZIENZ & EINSPARUNG

Al-Wazir: "Die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir mit Strom und Wärme deutlich effizienter umgehen als bislang. Denn Energie, die nicht verbraucht wird, muss erst gar nicht produziert werden."

Stromproduktivität hessischer Unternehmen

Hessische Unternehmen werden immer produktiver und effizienter. Mit jeder verbrauchten Kilowattstunde Strom wurde im Jahr 2016 rund 16 Prozent mehr produziert bzw. erwirtschaftet als im Jahr 2010. Im Ergebnis ging im Jahr 2016 (aktuellste verfügbare Statistik) der temperaturbereinigte Bruttostromverbrauch um 0,2 Prozent zurück, obwohl die hessische Wirtschaft um 1,5 Prozent wuchs. Al-Wazir: "Das heißt konkret: Wirtschaftliche Entwicklung ist auch ohne steigenden Stromverbrauch möglich! Wir haben es geschafft, beides voneinander zu entkoppeln. Weitere Anstrengungen sind aber nötig und lohnen sich – für die Umwelt und die Bilanz des Unternehmens."

Stromverbrauch je Haushalt

Der Pro-Kopf-Stromverbrauch der privaten Haushalte in Hessen sinkt seit 2010 Jahr für Jahr. Im Jahr 2016 lag er bei 1.611 Kilowattstunden je Einwohner. Gegenüber dem Jahr 2010 errechnet sich ein Rückgang von 11,9 Prozent.

Beispielhafte Maßnahmen aus der Energie-Agenda 2015

Maßnahme 1:
WIR HELFEN KOMMUNEN, ENERGIE UND KOSTEN ZU SPAREN

Ziel: Insgesamt 50.000 konventionelle Straßenbeleuchtungen bis zum Jahr 2019 auf
energiesparende LED-Technik umstellen. Denn die Straßenbeleuchtung macht
durchschnittlich ein Drittel der Stromrechnung einer Kommune aus.

Ergebnis: In über 110 hessischen Städten und Gemeinden wurden bzw. werden mit
Unterstützung des Landes und des Bundes 85.000 Straßenleuchten modernisiert. Dies sind rund 17 Prozent der hessischen Straßenleuchten, die seit 2016 durch stromsparende LEDs ausgetauscht wurden. Die Zielmarke ist damit bereits heute weit übertroffen. Land und Bund haben seit dem Jahr 2016 dafür rund 24,6 Mio. Euro an Zuschüssen bewilligt. Al-Wazir appellierte an die Kommunen, vor allem an die Stadt Frankfurt, mit der Umrüstung fortzufahren bzw. zu beginnen, da es sowohl der Umwelt und dem Klima nützt als auch den kommunalen Haushalt mittelfristig entlastet.

Maßnahme 3:
WIR STARTEN EINE BERATUNGSOFFENSIVE FÜR DEN MITTELSTAND

"Viele Energieeinsparmaßnahmen amortisieren sich in kurzer Zeit. Sie sind damit für viele Unternehmen hochattraktiv. Wir bieten deshalb kleinen und mittleren Unternehmen in Hessen eine kostenlose Energieberatung", so der Minister. Alleine zwischen Oktober 2015 bis Mitte 2017 haben mehr als 160 Unternehmen die Beratung in Anspruch genommen (aktueller Stand: 325 Unternehmen beraten). Die Hälfte dieser Unternehmen hat nach der Beratung Energieeffizienz-Maßnahmen umgesetzt (37 %) oder geplant (15 %). Gut zwei Drittel dieser Unternehmen gab an, dass sich die Maßnahmen voraussichtlich bereits innerhalb der ersten fünf Jahre amortisieren.


AUSBAU ERNEUERBARE ENERGIEN

Windenergie

Insgesamt wurden im Jahr 2017 in Hessen nach einer Erhebung der deutschen Windguard 94 Anlagen mit einer Leistung von 280 Megawatt neu errichtet. Im Bundesvergleich steht Hessen damit erstmals auf Platz 6. Alleine die in den vergangenen vier Jahren installierten Windenergieanlagen erzeugen Strom für mehr als 550.000 Haushalte.

Al-Wazir: "Damit haben wir die installierte Windkraft in Hessen in dieser Legislaturperiode verdoppelt: Von ca. 930 MW auf aktuell ca. 1933 MW." Ende 2017 gab es in Hessen 108 genehmigte, aber noch nicht umgesetzte Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 329 Megawatt.