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16. Brennstoffzellenforum: Strom und Wärme vom Wohnhaus bis zum Industriebetrieb



Dr. Karsten McGovern, Landesenergieagentur. Foto: Susanne Adler Bild: Dr. Karsten McGovern, Landesenergieagentur. Foto: Susanne Adler

Rund 130 Teilnehmer trafen sich am 24.10.17 zum 16. Brennstoffzellenforum Hessen in Frankfurt am Main. Auf dem Jahrestreffen der H2BZ-Initiative Hessen im Radisson Blue Hotel standen die stationären Brennstoffzellen im Mittelpunkt der Diskussion. Das Fazit: Anlagen zur Brennstoffzellenbasierte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) haben ihre Marktreife in zahlreichen Pilotprojekten bewiesen. Sie haben das Potenzial, einen signifikanten Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten. Jetzt sind Wirtschaft und Politik gefordert, den Markthochlauf dieser umweltfreundlichen Effizienztechnologie gemeinsam voranzubringen und zu gestalten.

Die Veranstaltung, die in enger Zusammenarbeit mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen e.V. (H2BZ-Initiative Hessen) von der HA Hessen Agentur GmbH im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) ausgerichtet wurde, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Strom und Wärme vom Wohnhaus bis zum Industriebetrieb“. Fachvorträge, Diskussionen und die Begleitausstellung informierten die Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle Entwicklungen und Projekte aus dem Bereich der stationären Anwendungen von Brennstoffzellen.

KWK produziert Strom und Wärme besonders energieeffizient. Der elektrische Wirkungsgrad liegt bei über 30 bis 60 Prozent. Für Ministerialrat Dr. Andreas Meissauer, Referatsleiter Energiepolitik, Erneuerbare Energien und Energietechnologien im HMWEVL steht fest: "Die Kraft-Wärme-Kopplung ist ein zentraler Baustein bei der Transformation der Energieversorgung. Hoch flexible Anlagen mit maximaler Effizienz müssen langfristig die volatilen Energien Wind und Photovoltaik ergänzen. Brennstoffzellensysteme besitzen aufgrund ihrer Vorteile ein hervorragendes Potenzial."
Hessen hat in den letzten Jahren mit verschiedenen Programmen die Markteinführung gefördert. Dr. Karsten McGovern, Leiter der Hessischen Landesenergieagentur, bilanziert: "Der alltagstaugliche Einsatz der Brennstoffzelle ist in diesem Jahr in Hessen große Schritte vorangekommen. Ich würde mich freuen, wenn wir jetzt – unterstützt vom Land Hessen – die nächste Welle einer erhöhten Nachfrage nach Brennstoffzellen-Mikro-KWK-Anlagen befördern und erleben könnten."

Warum in diesem Jahr das Radisson Blue Hotel in Frankfurt als Veranstaltungsort prädestiniert war, erläutert General Manager Michael Götz: "Über welches Potenzial diese hocheffiziente Technologie verfügt, zeigt das einzigartige Projekt in unserem Haus. Zusammen mit unserem Partner E.ON werden wir noch in diesem Spätherbst eine Brennstoffzelle in Betrieb nehmen, die über mindestens zehn Jahre rund drei Gigawattstunden Strom und zwei Gigawattstunden Wärme für das Hotel liefern wird. Die hocheffiziente Technologie ermöglicht Radisson Blu, die CO2-Emissionen um jährlich rund 600 Tonnen zu senken und so einen Beitrag zum Erreichen unserer ambitionierten Think Planet Nachhaltigkeitsziele zu leisten. Wir sind stolz darauf, bald das erste Hotel in Europa zu sein, das mit einer Brennstoffzelle der Industrieklasse saubere Energie für den Eigenbedarf produziert."

Derzeit arbeiten einige Heizgeräte- und Brennstoffzellen-Hersteller sowie Energieversorger an Produkten für den breiten Markt, angefangen vom Mikro-KWK-Gerät mit 300 W elektrischer Leistung für die Etagenwohnung bis zum Großkraftwerk mit mehreren Megawatt. Ingmar Kohl von der Roland Berger GmbH gab zu bedenken, dass ohne die Dekarbonisierung des Wärmesektors die deutschen Klimaziele nicht zu erreichen seien. Innovative Brennstoffzellen-KWK-Anlagen könnten einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende leisten und die Transformation hin zu einem erneuerbaren und dezentralen Wärmesektor beschleunigen. Um wettbewerbsfähig zu werden, müssten die Kosten der Brennstoffzellensysteme jedoch weiter sinken. Dazu seien höhere Stückzahlen notwendig.

Dass Brennstoffzellen auch im Mobilitätsbereich alltagstauglich sind, konnten die Teilnehmer des 16. Brennstoffzellenforums vor den Türen des Radisson Blu Hotels "erfahren". Dort standen ihnen Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb für Besichtigung und Probefahrten zur Verfügung, u.a. ein Toyota Mirai, den die H2BZ-Initiative Hessen seit Ende September gemeinsam mit book-n-drive Carsharing allen Interessierten als reguläres Carsharingfahrzeug zur Verfügung stellt.


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Die HA Hessen Agentur GmbH ist die Dienstleistungsgesellschaft des Landes. Sie setzt Projekte, Kampagnen und Förderaktivitäten um und fungiert zudem als Berater und "Think Tank". Ihr Kernziel ist die bestmögliche Unterstützung des Landes Hessen und anderer öffentlicher Institutionen bei der Erreichung ihrer Ziele im Rahmen der hessischen Wirtschaftsförderung. Weitere Informationen finden Sie unter www.hessen-agentur.de

 

Kontakt:
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Dr. Karsten MGovern, Leiter Landesenergieagentur, Tel. +49 611 95017 – 8627, karsten.mcgovern@hessen-agentur.de

Thorsten Schulte, Leiter Unternehmenskommunikation, Tel. +49 611 95017 - 8114, presse@hessen-agentur.de