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Bauprojekte in Fulda und Tann gewinnen Wettbewerb der Landesinitiative Baukultur



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"Wir würdigen zwei Bauprojekte, die einerseits nicht unterschiedlicher sein könnten: eine Wohnsiedlung mit Neubauten sowie die Sanierung eines denkmalgeschützten Vierseithofes. Doch eines eint sie: ihre hohe gestalterische Qualität, die Flexibilität ihrer Nutzungsmöglichkeiten sowie ein hohes Maß an Barrierefreiheit", erklärte Hessens Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland. Bei den beiden Projekten handelt es sich um die Wohnsiedlung Horasbrücke in Fulda sowie den Rhönhof in Tann. Gemeinsam mit drei weiteren Bauprojekten sind sie Gewinner des Wettbewerbs der Landesinitiative +Baukultur in Hessen, der unter Federführung des Hessischen Finanzministeriums durchgeführt wurde. Die Staatssekretärin informierte sich vor Ort über die beiden preisgekrönten Wohnkonzepte und enthüllte die jeweiligen Baukultur-Plaketten des vierten Landeswettbewerbs.

In den vergangenen beiden Jahren wurde der Wettbewerb des Landes mit dem Titel ZUSAMMEN GEBAUT unter dem Motto "Wohnen – bezahlbar, vielfältig, attraktiv" durchgeführt. Gesucht wurden innovative Wohnprojekte, die für einen bezahlbaren und hochwertigen Wohnraum stehen und auch demographische und ökologische Entwicklungen berücksichtigen. "Durch die Anbringung der Baukultur-Plaketten wird auch öffentlich sichtbar, dass es sich bei der Horasbrücke und dem Rhönhof um ausgezeichnete Projekte handelt. Sie sollen Anregung dafür bieten, wie zukunftsorientiertes Wohnen aussehen kann", hob Weyland hervor. Beide Projekte erhielten ein Preisgeld in Höhe von je 1.000 Euro.

Horasbrücke in Fulda

Das Projekt "Neubau Wohnbebauung Horasbrücke" in Fulda wurde vom Siedlungswerk Fulda eG als Bauherrn und dem Architekturbüro Sturm und Wartzeck aus Dipperz realisiert. Es umfasst eine Wohnsiedlung mit sechs dreigeschossigen, in sich versetzten Baukörpern, die insgesamt 39 Wohnungen beherbergen. "Die Neubauten bestechen mit einer Vielzahl architektonischer Qualitäten. Besonders hervorheben möchte ich drei Aspekte: Erstens ihr vielfältiges Angebot von Wohnungsformen, das unterschiedlichen Lebensphasen und Wohnwünschen flexibel Rechnung tragen kann. Und zweitens die Barrierefreiheit aller Wohnungen, die die Belange unserer älter werdenden Gesellschaft berücksichtigt. Drittens wurde beim Bau viel Wert auf eine hohe energetische Qualität gelegt – das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel der Bewohner“, erklärte die Staatssekretärin in ihrer Rede. Mit dem Bau der Siedlung sei eine Chance für die städtebauliche Entwicklung Fuldas ergriffen worden. "Das Siedlungswerk Fulda hat hier in langfristige Qualität investiert, was auch an der überdurchschnittlichen Ausstattung der Wohnungen zu sehen ist. Nichtsdestotrotz werden die Wohnungen zu einem bezahlbaren Preis vermietet – ein Aspekt, der unserem Wettbewerbsmotto entspricht", so Weyland.

Rhönhof in Tann

Im Anschluss besuchte die Staatssekretärin den Rhönhof in Tann, ein zweites Gewinnerprojekt, das von der AKTIV STIFTUNG mit dem Architekten Stephan Koch umgesetzt wurde. Im Rhönhof leben Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen in Wohngemeinschaften sowie kleineren Wohneinheiten. "Mit der Sanierung des Rhönhofs wurde nicht einfach nur ein denkmalgeschütztes Gebäude vor dem Verfall bewahrt. Hier wurde eine gelungene Mischung von verschiedenen Wohnformen konzipiert, die allesamt annähernd barrierefrei sind. In Kombination mit weiteren Räumen für den hiesigen Kultur- und Geschichtsverein ergibt sich daraus ein ansprechender Lebensraum, der die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen ermöglicht", erklärte Weyland. Sie hob außerdem hervor, dass bei der Sanierung auf ökologische Baustoffe und traditionelles Handwerk – wie etwa die Verwendung von Rhöner Holzschindeln zur Verkleidung – geachtet wurde. "Des Weiteren wurde auch bei diesem Projekt darauf geachtet, den Energiebedarf der Wohnungen niedrig zu halten. Sie werden durch Wandheizflächen, gespeist über eine Pelletheizung, mit Wärme versorgt", ergänzte Weyland.

"Gutes Bauen kann heutzutage vielfältig aussehen."

Die Staatssekretärin lobte zum Abschluss ihres Besuchs in Fulda und Tann die beiden prämierten Bauprojekte: "Die Wohnsiedlung Horasbrücke und der Rhönhof zeigen, wie vielfältig gutes Bauen heutzutage aussehen kann. Den beiden Projekten ist gemein, dass sie das Wettbewerbsmotto ,Wohnen – bezahlbar, vielfältig, attraktiv‘ auf vorbildliche Weise umgesetzt haben. Ich würde mir wünschen, dass sie damit zur Inspirationsquelle für viele weitere Bauherren und Architekten in Hessen werden."

Informationen zur Landesinitiative +Baukultur in Hessen:

Die Landesinitiative +Baukultur in Hessen leistet seit dem Jahr 2007 einen Beitrag dazu, dass bei Baumaßnahmen neben der Gestaltung unter anderem auch die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit sowie das baukulturelle Erbe stärker ins Blickfeld aller beteiligten Akteure rücken. Seit Beginn des Jahres 2017 liegt die Federführung der Initiative wieder beim Hessischen Ministerium der Finanzen. Ein wichtiger Bestandteil der Initiative ist der Landeswettbewerb ZUSAMMEN GEBAUT. Hieran können private und öffentliche Bauherren, Architekten, Ingenieure, Planer und Unternehmen teilnehmen. Gefragt sind mutige Projekte, die gute und bezahlbare Architektur zeigen und den sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen vor Ort gerecht werden.

Weitere Informationen:

www.baukultur-hessen.de
Ansprechpartnerin: Xenia.Diehl@hessen-agentur.de




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