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Stadtumbau in Hessen


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Die Schwerpunkte im Städtebauförderprogramm Stadtumbau in Hessen, die Anpassung an die Herausforderungen der demografischen Entwicklung und des wirtschaftlichen Strukturwandels, wurden 2016 um die Themenfelder Klimaschutz und Klimaanpassung erweitert.

Die hessischen Städte und Gemeinden stehen vor vielfältigen Veränderungsprozessen. Stadt- und Siedlungsstrukturen sowie Gebäude und Infrastrukturen bedürfen der baulichen Anpassung oder Erweiterung – je nach lokaler Situation im Bundesland. In Hessen besteht die Chance, sich frühzeitig präventiv mit den notwendig werdenden Anpassungsleistungen zu befassen, bevor sie zu einer nur schwer zu bewältigenden Aufgabe werden. Die Förderung und Einbindung der grünen und blauen Infrastruktur soll den hessischen Städten und Gemeinden die Möglichkeiten aufzeigen, den Lebens-, Wohn,- und Freizeitraum zu stärken und unter den Gesichtspunkten von Klimaschutz und -anpassung nachhaltig zu gestalten. Diesen Maßnahmen kommt die Rolle eines wichtigen Bindeglieds zu, da Lebens- und Standortqualität als weiche Standortfaktoren auch von demografischer und wirtschaftlicher Bedeutung sind.

Wir beraten im Auftrag des Wirtschaftsministeriums im "Kompetenzzentrum Stadtumbau in Hessen" die Programmkommunen, betreiben das Netzwerkmanagement, koordinieren Kommunikation und Wissenstransfer der Förderstandorte untereinander und unterstützen das Land bei der strategischen Programmsteuerung. Das Förderprogramm wird seitens des Landes Hessen als Dialog zwischen Land und Kommunen sowie zwischen den Kommunen untereinander verstanden.

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Auftakt der hessischen Mieterstromkampagne [HA Hessen Agentur]



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Neue Geschäftsmodelle und Partnerschaften entwickeln sich, sei es mit lokalen Stadtwerken oder auch Energiedienstleistern. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMWEVW) lud gemeinsam mit der Hessischen LandesEnergieAgentur (LEA) zu dieser Auftaktveranstaltung der hessischen Mieterstromkampagne ein.

Die Frankfurter Nassauische Heimstätte gehört nach eigenen Angaben zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen mit rund 60.000 Wohnungen an rund 140 Standorten und einem Investitionsvolumen bis 2021 von rund 1,5 Milliarden Euro in den Neubau von Wohnungen und in den Bestand.

"Die drei Säulen – Ökologie, Ökonomie, Soziales – der Nachhaltigkeitsstrategie unseres Unternehmens müssen miteinander im Gleichgewicht stehen", so Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte für Immobilienmanagement, Akquisition und Projektentwicklung. "Wird ein Mieterstromprojekt realisiert, leistet es durch das Gebot der günstigen Tarife auch einen Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit für unsere Mieter. Sie können nachhaltig produzierten, regenerativ erzeugten Strom günstig beziehen. Aus ökologischer Sicht stehen v. a. die Aspekte der CO2-neutralen Energiegewinnung (Solarstrom) bzw. der effizienten, kombinierten Wärme- und Strombereitstellung für die Mieter im Fokus. Besonders sinnvoll wird es, wenn die Anlagen neben Strom für Mieter auch Allgemeinstrom für Beleuchtung, Hilfsstrom und Strom für Quartiersangebote wie Ladeinfrastruktur liefern können", erläutert Dr. Westphal.

Die Wohnungswirtschaft und Energiewirtschaft werden in der Zukunft, prognostiziert Dr. Westphal, aufgrund aktueller Entwicklungen in den Bereichen wie Elektromobilität, dezentrale Energieversorgungs- und Speicherlösungen, neue Energie-Gesetzgebungen etc. weiter zusammenwachsen. Hier werden sich neue Geschäftsmodelle und Partnerschaften entwickeln, sei es mit EVU, lokalen Stadtwerken oder auch Energiedienstleistern.

Die Mainova AG ist bundesweit Marktführer bei PV-Mieterstromanlagen und betreibt in Frankfurt und der Region rund 190 PV-Mieterstromanlagen mit einer Gesamtleistung von über 4.000 kW. Der regionale Energiedienstleister gewährleistet die gesamte Realisierung aus einer Hand, inklusive Planung, Bau und Finanzierung bis zum Betrieb der PV-Anlagen.

Eines der größten PV-Mieterstromprojekte ihrer Art mit allein rund 1.500 kW Gesamtleistung hat Mainova in der Friedrich-Ebert-Siedlung der ABG Frankfurt Holding umgesetzt. Den Ökostrom vom eigenen Dach können die Mieter der 900 Wohnungen direkt von Mainova beziehen, die ihnen dafür einen speziellen Tarif anbietet. Der Vermieter profitiert von einer Wohnwertverbesserung seiner Liegenschaften sowie der Pachtzahlung für die Nutzung der Dachflächen. Ebenfalls kooperiert Mainova mit der Nassauischen Heimstätte in Frankfurt um den Ausbau des PV-Mieterstroms voranzubringen.

"Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien im urbanen Raum unterstützt Mainova aktiv den Klimaschutz. Das Rhein-Main-Gebiet mit rund 200 Sonnenstunden im Monat bietet sehr gute Voraussetzungen für die umweltschonende Stromerzeugung mit Photovoltaik vor Ort. Durch unsere Kooperation mit der Wohnungswirtschaft erhalten auch Mieter die Möglichkeit, aktiv am zukunftsweisenden Umbau der Energieversorgung zu partizipieren", erklärt Mainova-Vorstand Norbert Breidenbach.

"Das Land Hessen nutzt und fördert eine Vielzahl von 'Stellschrauben', um die Energiewende und den Klimaschutz in Hessen umzusetzen. Das Mieterstrommodell ist hierbei ein Baustein", beschreibt Dr. Karsten McGovern (Abteilungsleiter der Hessischen LandesEnergieAgentur), die Energiewende in Hessen und führt fort: "Die LEA berät und begleitet Unternehmen und Organisationen bei der Anwendung des Mieterstromgesetzes. Die Auftaktveranstaltung zur hessischen Mieterstromkampagne wurde gezielt als Workshop konzipiert." Bereits in den Jahren 2016 bis 2018 wurde im Rahmen des hessischen Förderprogramms für Pilotvorhaben Mieterstrom in Hessen gefördert. Interessierte Wohnungsunternehmen und Energieversorger wurden bei der Umsetzung von Mieterstrommodellen unterstützt und standardisierte Mieterstromprojekte entwickelt. Der vorgestellte Evaluationsbericht zeigt umgesetzte Pilotvorhaben mit durchweg positivem Ergebnis.

Mieterstrom wird im Keller, in nahegelegenen Gebäuden mit Blockheizkraftwerken oder auf dem Dach mit Photovoltaik-Anlagen erzeugt und als Direktstrom vor Ort von den Mietern genutzt. Im Vergleich zum bezogenen Strom aus dem öffentlichen Netz werden so die Kosten wie Konzessionsabgabe, Stromsteuer und Netznutzungsentgelte eingespart. Hinzu kommen Fördergelder nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 (EEG) und dem Mieterstromgesetz. Der Energieversorger bzw. Energiedienstleister, der meist auch der Anlagenbetreiber ist, bietet interessierten Mietern einen  Stromliefervertrag, der neben einem günstigen Preis auch die Liefersicherheit garantiert.

Dr. McGovern verweist auf die kommenden Veranstaltungen der LEA: "Welche Vorteile, aber auch Hürden oder neue Geschäftsfelder sehen die Wohnungsunternehmen und Energieversorger bei der Anwendung des Gesetzes? Dieser Fragestellung werden wir uns auch in den kommenden Veranstaltungen intensiv widmen. Bereits jetzt können wir sagen, dass Standardisierung als ein wichtiger Erfolgsfaktor angesehen wird." Am 27. März 2019 richtet sich der nächste Fachworkshop an Wohnungseigentümergemeinschaften. Eine umfassende Fachtagung findet am 16. Mai 201 ebenfalls in Wiesbaden statt. Interessierte Unternehmen wenden sich bitte direkt an die LEA.

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Die HA Hessen Agentur GmbH ist die Dienstleistungsgesellschaft des Landes. Sie setzt Projekte, Kampagnen und Förderaktivitäten um und fungiert zudem als Berater und „Think Tank“. Ihr Kernziel ist die bestmögliche Unterstützung des Landes Hessen und anderer öffentlicher Institutionen bei der Erreichung ihrer Ziele im Rahmen der hessischen Wirtschaftsförderung. Weitere Informationen finden Sie unter www.hessen-agentur.de

Die LandesEnergieAgentur (LEA) übernimmt im Auftrag der Hessischen Landesregierung zentrale Aufgaben bei der Umsetzung der Energiewende und des Klimaschutzes. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten richtet sich an hessische Kommunen, die Unterstützung bei Strategien und Maßnahmen zum Klimaschutz und zum Ausbau erneuerbarer Energien erhalten können. LEA versteht sich auch als Informationsplattform und macht Informationsangebote für Bürgerinnen und Bürger, für Unternehmen und Organisationen in Hessen. www.landesenergieagentur-hessen.de

 

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