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Stadtumbau in Hessen


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Die Schwerpunkte im Städtebauförderprogramm Stadtumbau in Hessen, die Anpassung an die Herausforderungen der demografischen Entwicklung und des wirtschaftlichen Strukturwandels, wurden 2016 um die Themenfelder Klimaschutz und Klimaanpassung erweitert.

Die hessischen Städte und Gemeinden stehen vor vielfältigen Veränderungsprozessen. Stadt- und Siedlungsstrukturen sowie Gebäude und Infrastrukturen bedürfen der baulichen Anpassung oder Erweiterung – je nach lokaler Situation im Bundesland. In Hessen besteht die Chance, sich frühzeitig präventiv mit den notwendig werdenden Anpassungsleistungen zu befassen, bevor sie zu einer nur schwer zu bewältigenden Aufgabe werden. Die Förderung und Einbindung der grünen und blauen Infrastruktur soll den hessischen Städten und Gemeinden die Möglichkeiten aufzeigen, den Lebens-, Wohn,- und Freizeitraum zu stärken und unter den Gesichtspunkten von Klimaschutz und -anpassung nachhaltig zu gestalten. Diesen Maßnahmen kommt die Rolle eines wichtigen Bindeglieds zu, da Lebens- und Standortqualität als weiche Standortfaktoren auch von demografischer und wirtschaftlicher Bedeutung sind.

Wir beraten im Auftrag des Umweltministeriums im "Kompetenzzentrum Stadtumbau in Hessen" die Programmkommunen, betreiben das Netzwerkmanagement, koordinieren Kommunikation und Wissenstransfer der Förderstandorte untereinander und unterstützen das Land bei der strategischen Programmsteuerung. Das Förderprogramm wird seitens des Landes Hessen als Dialog zwischen Land und Kommunen sowie zwischen den Kommunen untereinander verstanden.

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Nachhaltige Stadtentwicklung: Land Hessen fördert 18 neue Standorte in drei Programmen



Foto: Boris Borm Bild: Foto: Boris Borm

Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz überreichte in Frankfurt Aufnahmebescheide für die Programme "Stadtumbau in Hessen", "Soziale Stadt" und "Städtebaulicher Denkmalschutz". "Ob große oder kleine hessische Kommunen, ob Innenstädte oder Stadtteile: Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf ein lebenswertes, grünes und intaktes Wohnumfeld. Darum freue ich mich besonders, neue Standorte in unsere Programme aufzunehmen und damit eine Förderung in den kommenden Jahren zuzusichern", sagte Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz im Haus am Dom in Frankfurt.

Dort überreichte sie den Vertretern der 18 neu aufgenommenen Standorte in den Programmen "Stadtumbau in Hessen", "Soziale Stadt" und "Städtebaulicher Denkmalschutz" den jeweiligen Aufnahmebescheid. "Mit den Mitteln aus diesen drei Programmen der nachhaltigen Stadtentwicklung können wir zur Verbesserung der Stadt- und Siedlungsstrukturen sowie der Lebens- und Umweltqualität beitragen. Darüber hinaus erhalten wir das identitätsstiftende baukulturelle Erbe und werten benachteiligte Quartiere auf", sagte die Ministerin. "Auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum kann durch die Programme der Stadtentwicklung begleitet werden – das haben wir im Masterplan Wohnen festgeschrieben. Denn Stadtentwicklung und Wohnungsbau gehen in Hessen Hand in Hand."

Insgesamt zehn Stadtquartiere können 2017 in das Förderprogramm Stadtumbau in Hessen neu aufgenommen werden. Ministerin Hinz betonte: "Im Fokus des Programms steht ein klimaorientierter Stadtumbau. Gefördert werden Städtebauprojekte, die zum Klimaschutz beitragen oder der Anpassung von Städten und Gemeinden an den Klimawandel dienen." Hinz ergänzte: "Zugleich muss der der Stadtumbau dem demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandel gerecht werden. Hierzu gehört auch eine gute Wohnraumversorgung für alle." Neben den neuen Fördergebieten, werden zahlreiche bereits aufgenommene Förderstandorte gefördert.

Insgesamt erhalten 33 Fördergebiete rund 25 Millionen Euro aus dem Stadtumbauprogramm. Das Programm Soziale Stadt wurde erheblich aufgestockt, hier kommen im laufenden Jahr sechs neue Standorte hinzu. Das Programm setzt besonders stark auf die Teilhabe der Bürger vor Ort und bündelt vielfältige Maßnahmen zur Verbesserung der städtebaulichen und sozialen Situation. "Im Sinne einer nachhaltigen Stadterneuerung erfolgt in den Projekten daher eine enge Verknüpfung sozialer, ökologischer, kultureller und ökonomischer Handlungsfelder", sagte Ministerin Hinz.

Das Programm Städtebaulicher Denkmalschutz kann in diesem Jahr um zwei neue Standorte erweitert werden. Im Fokus steht hierbei, neue Nutzungen für erhaltenswerte Gebäude, historische Ensembles sowie bauliche Anlagen von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung zu sichern und zukunftsfähig zu gestalten. Ministerin Hinz: "Besondere Bedeutung kommt dabei der Schaffung und dem Erhalt von Wohnraum auch in kleineren Städten und Gemeinden zu, die einen wichtigen Beitrag für bezahlbaren Wohnraum im ganzen Land leisten." 

Abschließend bedankte sich Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz ausdrücklich bei den hessischen Kommunen: "Mit dem besonderen, auch finanziellen Engagement der hessischen Städte und Gemeinden im Städtebau gelingt es, die nachhaltige Entwicklung bestehender Stadtstrukturen mit den historischen Innenstädten und Ortskernen zeitgemäß fortentwickeln. Dabei können sie sozialen Nachteilen entgegenwirken, wirtschaftlich Entfaltungsmöglichkeiten verbessern sowie die natürlichen Lebensgrundlagen in der gebauten Umwelt schützen. Ich freue mich auf die vielen neuen Projekte, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden können."

Weitere Informationen: www.nachhaltige-stadtentwicklung-hessen.de

Foto: Staatsministerin Priska Hinz mit Vertretern der neuen Förderstandorte (Quelle: BORIS BORM)