Auswirkungen der Konjunkturprogramme für Hessen

Die Investitionssonderprogramme des Landes wie des Bundes sind in Hessen zügig mit konkreten Maßnahmen belegt worden, so dass bereits erste positive Effekte zu verzeichnen sind. Dies geht aus einer neuen Studie der Hessen Agentur hervor, die im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums erstellt wurde.

Die Studie umfasst eine Datenauswertung zu Volumen und Verteilung der bewilligten Förderung sowie der Abwicklung der Maßnahmen mit Stand 31.12.2009. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Entwicklung des hessischen Baugewerbes als Schlüsselsektor gelegt.

Im hessischen Baugewerbe begann sich die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise im zweiten Halbjahr 2008 niederzuschlagen. Aufträge, Umsatz und Betriebsauslastung gingen stark zurück. Besonders der Wirtschaftsbau war betroffen. Inzwischen machen sich erste Erholungszeichen bemerkbar, was sicherlich auch mit der Umsetzung der Konjunkturprogramme zusammenhängt. Die Auftragseingänge im hessischen Bauhauptgewerbe nehmen seit August 2009 wieder zu. Die zusätzliche öffentliche Auftragsvergabe kompensiert zum Teil die eingebrochene Nachfrage im Wirtschaftsbau, was auf eine antizyklische Wirkung der Konjunkturpakete hindeutet. Obwohl im Rahmen der Diskussionen über die Konjunkturpakete befürchtet wurde, dass die öffentlichen Investitionen zu neuen Höhen bei den Baupreisen führen würden, sind in Hessen für 2009 – nach der amtlichen Statistik – kaum bedeutende Preissteigerungen festzustellen.

Kontakt:
Gergana.Dimitrova@hessen-agentur.de
Kerstin.Frings@hessen-agentur.de

Download der Studie