Softwareregion Rhein-Main-Neckar ist das „Silicon Valley Europas“

Die Region erwirtschaftet über 50 Prozent des Umsatzes der 100 größten Softwareunternehmen in Europa

Das europäische Private-Equity-Unternehmen Truffle Capital hat am 20. Januar 2010 in der ersten Ausgabe seiner Studie „Truffle 100 European Clusters" ein Ranking der 42 europäischen Regionen veröffentlicht, die eine wichtige Rolle in der Softwarebranche spielen. Mit 12,5 Milliarden Euro softwarebezogener Umsätze im Jahr 2009 belegt die Region Rhein-Main-Neckar darin mit ihrem wirtschaftlichen Zentrum bei Frankfurt mit großem Abstand den ersten Platz. Auf Platz 2 folgen die Region Paris (2,4 Mrd. Euro Umsatz in 2009) und auf Platz 3 die Region London (1,8 Mrd. Euro Umsatz in 2009).

Die fünf gelisteten Firmen aus der Region Rhein-Main-Neckar sind SAP (Rang 1, Walldorf), Software AG (Rang 4, Darmstadt), LHS AG (Rang 38, Frankfurt am Main), P&I Personal & Informatik AG (Rang 61, Wiesbaden) und Utimaco Safeware AG (Rang 62, Oberursel). Vier dieser fünf Unternehmen haben ihren Sitz in Hessen.

Der Hessische Ministerpräsident Roland Koch ist über diesen Spitzenplatz hoch erfreut: „Wir sehen mit Stolz und großer Freude, dass sich die jahrelange Zusammenarbeit für den Standort Rhein-Main-Neckar und die Region Südhessen auszahlt. Zu der Entwicklung, dass die Region nun mit Abstand an der europäischen Spitze steht, hat neben dem großen Engagement der Unternehmen auch die Etablierung des Cluster-Managements beigetragen, das die Hessische Landesregierung mit Nachdruck unterstützt hat. Die IT-Industrie ist schon heute eine der Schlüsselindustrien – ihre Bedeutung wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Das Land Hessen und die Wirtschaft müssen mit weiteren Investitionen in Forschung, Entwicklung und Arbeitsplätze dafür Sorge tragen, diese Position zu verteidigen und auszubauen.“

Auch Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG, des zweitgrößten deutschen Softwareunternehmens, freut sich, dass die Region Rhein-Main-Neckar als Zentrum der europäischen Softwareindustrie zunehmend Anerkennung findet. „Nur fünf der über 5.000 Softwareunternehmen in der Region sind unter den einhundert führenden Softwarefirmen Europas. Das Wachstumspotenzial für die Softwarebranche in der Region Rhein-Main-Neckar ist damit enorm. Langfristig sollte es unser Ziel sein, dass es in Europa einhundert Softwareunternehmen mit einem Umsatz von mindestens 100 Mio. Euro gibt.  Dies wäre ein wichtiger Durchbruch, um Europa als global führende wissensbasierte Volkswirtschaft und Gesellschaft zu etablieren.”

Das Ranking basiert auf Ergebnissen der Studie „Truffle 100 Europe“, die 2009 mit Unterstützung der europäischen Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding in Zusammenarbeit mit dem französischen Analystenhaus CXP und der „Top 100 Research Foundation" erstellt wurde. Bernard-Louis Roques, CEO, Mitgründer und Partner von Truffle Capital, kommentiert die Bewertungsliste wie folgt: „Das Ranking „Truffle 100 European Clusters" ist eine Übersicht über die Regionen, die in der europäischen Softwarebranche eine Rolle spielen. Diese Art der Studie wurde zum ersten Mal durchgeführt, und wir freuen uns, sagen zu können, dass sie überaus wertvolle Informationen geliefert hat. Besonders hervorzuheben ist dabei die durch die Studie ermittelte Rolle der Region Rhein-Main-Neckar, die zu Recht als „Silicon Valley“ Europas bezeichnet werden kann. Das Ranking „Truffle 100 European Clusters" ergänzt die Analyse dieser Branche um eine weitere Dimension, und wir sind sicher, dass dieses Ranking zu einem Benchmark für den europäischen Softwaresektor werden wird.“

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.truffle100.com/2009/rankings.php.
Quelle der Zitate: Software AG